https://www.faz.net/-gqz-actje

Die Seilschaft im Interview : Warum spricht man noch von Ostrock?

  • -Aktualisiert am

Hat nach dem Tod Georg Gundermanns 1998 weitergespielt: Die Seilschaft, links mit dem Sänger Christian Haase, rechts Tina Powileit und Michael Nass Bild: Wenzel Oschington

Gundi wusste, dass er seinen Job verlieren wird: Ein Gespräch mit Michael Nass und Tina Powileit aus der Band Die Seilschaft, die mit dem Liedermacher Gerhard Gundermann bekannt wurde und ein Album in seinem Geiste aufgenommen hat.

          5 Min.

          Sie sind beide seit den frühen Achtzigern professionelle Musiker, damals noch in der DDR. Was hat sich für Sie seitdem am meisten verändert?

          Jan Wiele
          Redakteur im Feuilleton.

          Michael Nass: Angefangen haben wir aus Spaß. Aus dem jugendlichen Wunsch, sich etwas auszudenken und damit auf der Bühne zu stehen. Heute ist fast jeder Gedanke mit Aufwand, Nutzen, Geld verbunden. Kann ich das Konzert organisieren, wird das Geld für die Miete reichen? Das stand damals nicht so im Vordergrund.

          Tina Powileit: Ja, heute ist es eine ganz andere Anstrengung, davon leben zu müssen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Blick auf, durch das Hochwasser zerstörte, Häuser in Altenburg. Aufgenommen am 15. Juli 2021 in Altenburg, Altenahr.

          Flutkatastrophe : Der Versicherte ist der Dumme

          Auch wer sein Haus nicht versichert hat, darf nach der Flut auf viel Geld vom Staat hoffen. Darum ist eine Versicherungspflicht überfällig, sagen Fachleute.
          Schöner Schein: Tanzende Mädchen 1959 in einem Kurheim in Bad Dürrheim. Der Alltag vieler „Verschickungskinder“ sah in Wirklichkeit viel düsterer aus.

          „Verschickungskinder“ : Als die Kur zur Qual wurde

          In der jungen Bundesrepublik wurden Millionen Kinder ohne Eltern in Kur geschickt. Viele der „Verschickungskinder“ erlebten keine Erholung, sondern durchlebten Wochen der Tortur mit Heimweh, Schlägen und Missbrauch.