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Grammy-Verleihung in L.A. : Kacey Musgraves und Dua Lipa sind die Künstlerinnen des Jahres

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Dua Lipa, hier beim gemeinsamen Auftritt mit St. Vincent, gewinnt den Grammy „beste neue Künstlerin des Jahres“. Bild: AFP

Die Country-Sängerin Kacey Musgraves und Childish Gambino gewinnen die wichtigsten Grammys. Einer der Stars des Abends verweigert sich der Show, dafür überrascht Michelle Obama mit einem Plädoyer.

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          Die Country-Sängerin Kacey Musgraves hat den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen. Die 30-Jährige setzte sich bei der Preisverleihung am Sonntagabend in Los Angeles mit ihrem im März 2018 erschienenen Album „Golden Hour“ überraschend gegen prominente Konkurrenten wie die Rapper Drake, Kendrick Lamar und Cardi B durch.

          Die britische Sängerin Dua Lipa („New Rules“) gewann bei der Gala, auf der in insgesamt 84 Kategorien Preise vergeben wurden, die Auszeichnung als beste neue Künstlerin des Jahres. Neben den Kategorien „Lied des Jahres“, „Aufnahme des Jahres“ und „Album des Jahres“ gehört die Auszeichnung als bester neuer Künstler zu den vier Hauptkategorien des wichtigsten Musikpreises der Welt.

          Den Grammy für die beste Aufnahme des Jahres bekam der Rapper Childish Gambino für „This Is America“. Mit dem Preis für den Song des Jahres wird die Leistung des Komponisten geehrt. „This Is America“ ist stilistisch ein Mix aus Gospel und Trap, inhaltlich setzen sich der Song und das dazugehörige Video mit Rassismus und Waffengewalt in den Vereinigten Staaten auseinander. Auch für den Clip wurde Childish Gambino, hinter dem sich der Schauspieler Donald Glover verbirgt, geehrt – mit dem Preis für das beste Musikvideo des Jahres. Das Video wurde bislang fast 500 Millionen Mal auf der Onlineplattform YouTube angeklickt.

          Der Grammy für das beste Album geht an die Country-Sängerin Kacey Musgraves, die sich auch ohne Hose sehr stilvoll bedankt. Bilderstrecke

          Schwierige Beziehung

          Childish Gambino hatte sich allerdings für die 61. Grammyshow abgemeldet. Sein Fehlen wurde als Zeichen für die schwierige Beziehung zwischen den Grammy-Veranstaltern und der Rap- und Hip-Hop-Szene gedeutet, die sich in der Vergangenheit bei den Preisvergaben nicht ausreichend berücksichtigt fühlte. Es stand aber auch für die Abwesenheit von männlichen Künstlern bei der gesamten Show: Nach Kritik an peinlichen Kommentaren von Mitgliedern der gastgebenden Recording Academy und an der mangelnden Repräsentation von Frauen bei der Verleihung im vergangenen Jahr setzten die Veranstalter dieses Mal ganz auf weibliche Hauptdarsteller. Eröffnet wurde die Show von Camila Cabello, die mit ihrem Ohrwurmhit „Havana” und Ricky Martin auftrat.

          Next Act: Michelle Obama

          Für Aufregung sorgte der Auftritt einer Prominenten, die für ihre spontanen Gesangseinlagen im Fernsehen bekannt ist: Die frühere First Lady Michelle Obama trat kurz nach Beginn der Show in Los Angeles unangekündigt auf der Bühne und wurde mit großem Jubel begrüßt.

          Michelle Obama würdigte die Rolle, die Musik in ihrem Leben gespielt habe: „Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen. Und ich weiß, das trifft für jeden hier zu“. Bei ihrem kurzen Auftritt stand die frühere First Lady Seite an Seite mit der diesjährigen Moderatorin Alicia Keys und den Sängerinnen und Schauspielerinnen Lady Gaga, Jennifer Lopez und Jada Pinkett Smith.

          Alle fünf Frauen priesen die Kraft der Musik. „Man hat mir gesagt, ich sei verrückt. Aber die Musik hat mir gesagt, nicht auf sie zu hören“, sagte Lady Gaga, die ebenfalls zu den Grammy-Gewinnerinnen gehört und gleich dreimal ausgezeichnet wurde: Zweimal für ihren Song „Shallow“ aus dem Musikfilm „A Star Is Born“ – als Komponistin sowie für ihr Gesangsduett mit Bradley Cooper, außerdem für die beste Solo-Darbietung in der Popsparte mit dem Song „Joanne (Where Do You Think You’re Goin’?)“.

          Sie wünschte, Cooper, der zu den britischen Bafta-Filmpreisen gereist war, wäre dabei, sagte Lady Gaga, und dass sie stolz sei, Teil einer Filmproduktion geworden zus ein, die sich mit psychischen Belastungen beschäftige. „Vielen Künstlern macht das zu schaffen und wir müssen aufeinander aufpassen.“

          Cardi B gewann mit „Invasion of Privacy“ als erste Frau die Auszeichnung für das beste Rap-Album als Solo-Künstlerin.

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