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Grammy Awards : Feuer im Regen

  • Aktualisiert am

In „Suit & Tie“: Justin Timberlake nutzt die Preisverleihung für ein gefeiertes Comeback an der Seite von Jay-Z. Timberlake hatte sich in den letzten Jahren dem Film zugewandt. Bild: REUTERS

Neue Gesichter dominieren bei den Grammy Awards: Die Folkrocker von Mumford & Sons legen das beste Album des Jahres vor, die Newcomer von Fun komponieren den besten Song. Doch auch Adele ist wieder dabei.

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          Während an der amerikanischen Ostküste noch Schneemassen des Blizzards mit Baggern weggeräumt werden, versucht man in Los Angeles, den Regen anzuzünden. Zumindest bildlich, denn mit ihrem Song „Set Fire to the Rain“ wurde die britische Sängerin Adele zum Auftakt der 55. Verleihung der Grammys für die „Beste Solo-Pop-Performance“ ausgezeichnet.

          Adele, bekannt auch durch den James-Bond-Song „Skyfall“, gehört ja seit ihrem gleich sechsfachen Erfolg vom vergangenen Jahr bereits zum alten Grammophon-Eisen. Die ebenfalls britische Band Mumford & Sons hingegen war bislang bei den Grammys nur nominiert gewesen. Nun hat sie für ihre zweite Platte „Babel“ die Auszeichnung „Album des Jahres“ erhalten. Das Banjo hat somit die E-Gitarre besiegt, denn die Folk-Musiker um den Sänger Marcus Mumford setzen sich unter anderen gegen den Rocker Jack White („Blunderbuss“) und das Bluesrock-Duo The Black Keys durch.

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          Da es aber insgesamt 81 Kategorien bei der großen Preisverleihung der Musikindustrie gibt, mussten auch die Black Keys nicht leer ausgehen, sondern konnten mit „El Camino“ die Auszeichnung für „Bestes Rock-Album“ und mit „Lonely Boy“ jene für den besten Rock-Song gewinnen. Schließlich wurde der Keys-Sänger und Gitarrist Dan Auerbach sogar auch noch als bester Produzent ausgezeichnet.

          Die New Yorker Independent-Rockband Fun gewann doppelt in den Sparten „Best New Artist“ und „Song of the Year“ mit ihrem Lied „We are young.“ Der Sänger Nate Ruess witzelte jedoch, er wisse nicht, woran er beim Schreiben des Refrains gedacht habe, denn dass er und seine Band nicht mehr ganz jung seien, könne nun jeder sehen.

          Zu den noch ziemlich jungen Stars der Zeremonie zählte Frank Ocean. Der 25 Jahre alte kalifornische R&B-Sänger mit der markanten Kopfstimme wurde für sein Werk „Channel Orange“ mit dem Preis für das beste zeitgenössische Album ausgezeichnet. Der ebenfalls in den hohen Lagen beheimatete belgisch-australische Sänger Gotye gewann mit „Somebody that I used to now“ den Grammy für die beste Single. Kelly Clarkson, die bereits vor zehn Jahren die erste Staffel der Castingshow „American Idol“ gewonnen hatte, erhielt für „Stronger“ den Grammy für das beste Pop-Gesangsalbum.

          Die deutschen Nominierten – der Filmmusikkomponist Hans Zimmer, Sängerin Ute Lemper und der Organist Hansjörg Albrecht sowie verschiedene Ensembles deutscher Rundfunkanstalten – konnten in ihren Kategorien dagegen nicht gewinnen.

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