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Grammy Awards 2017 : Du bist unser Licht

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Sie gucken nur so grimmig: Lady Gaga mit James Hetfield von Metallica beim Duett Bild: dpa

Beyoncé übt sich als Erscheinung, Adele macht im Überschwang eine ihrer fünf Trophäen kaputt, Lady Gaga und Metallica lassen es krachen, und Bruno Mars trägt alte Sachen auf: Die Grammys 2017.

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          Die Sängerin Adele ist die große Gewinnerin der diesjährigen Grammy-Verleihungen. Die Britin wurde am Sonntag in Los Angeles mit fünf Preisen ausgezeichnet, darunter für ihr Werk „25“ die Auszeichnung in der wichtigsten Kategorie „Album des Jahres“. Adele holte auch die ebenfalls besonders begehrten Grammys für die beste Aufnahme und den besten Song – beide Preise für ihren Welthit „Hello“.

          Adele setzte sich damit klar gegen ihre Hauptkonkurrentin Beyoncé durch. Die amerikanische Sängerin kam auf nur zwei Preise in Nebenkategorien. Bei der Entgegennahme des Preises für das beste Album rühmte Adele unter Tränen die Kollegin. „Wir Künstler verehren Dich alle“, sagte sie an Beyoncé gewandt. „Du bist unser Licht.“

          Was sich Beyoncé für ihre Kinder wünscht

          Schon vor der Show waren Adele die Preise für die beste Pop Solo Performance und das beste Pop Vocal Album zugesprochen worden. Im Laufe ihrer Karriere kommt sie nun auf 15 Grammys. Beyoncés „Lemonade“ wurde als bestes Urban Contemporary Album ausgezeichnet, „Formation“ als bestes Musikvideo. Sie kommt nun auf insgesamt 22 Grammys, drei davon mit ihrer früheren Band Destiny's Child. Chance the Rapper gewann den Preis als bester neuer Künstler des Jahres. David Bowie wurde postum mit fünf Awards ausgezeichnet.

          Anders als zuvor vermutet, hielten sich während der dreieinhalbstündigen Show die Stars mit politischen Bekundungen meist zurück. Die Hip-Hop-Veteranen von A Tribe Called Quest bezeichneten den neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Anspielung auf sein Aussehen und das giftige Vernichtungsgas aus dem Vietnamkrieg mehrfach als „President Agent Orange“.

          Singt nicht nur im Auto: Gastgeber James Corden Bilderstrecke

          Die schwangere Beyoncé sagte in ihrer Dankesrede, dass sie sich für ihre Kinder eine Welt wünsche, in der diese keinen Zweifel daran haben, „schön, intelligent und kompetent“ zu sein. Das wolle sie für jedes Kind, egal welcher Herkunft.

          „Ich kann das nicht versauen, seinetwegen“

          Bei ihrem Gesangsauftritte machte die R&B-Sängerin auf die Rolle von Frauen und Müttern aufmerksam. In einem hautengen goldfarbenen Kleid sowie riesigem Haarreif und großen Ohrringen tanzte und sang die 35-Jährige unter anderem ihren Song „Sand Castles“ aus dem Album „Lemonade“. Hologramm-Aufnahmen zeigten die Sängerin halbnackt mit Babybauch.

          Wie auch schon im Vorjahr hatte Adele dagegen mit Tonproblemen zu kämpfen. Nach etwa einer Minute war sie mit ihrem Auftritt zum Gedenken an den verstorbenen George Michael unzufrieden. Sie stoppte die Darbietung von „Fastlove“ und sagte: „Ich kann das nicht versauen, seinetwegen.“. Am Ende des von Streichern getragenen Vortrags standen der 28-Jährigen Tränen in den Augen, die Zuschauer im Staples Center von Los Angeles applaudierten stehend. Auch für ein Tribut von Bruno Mars in Gedenken an den verstorbenen Prince gab es viel Beifall.

          Flensburger Opernsängerin ausgezeichnet

          Der vor mehr als einem Jahr gestorbene David Bowie wurde für sein letztes Studioalbum „Blackstar“ in fünf kleineren Kategorien ausgezeichnet. Er gewann postum Grammys für die beste Rockperformance, den besten Rocksong, das beste Alternative-Music-Album, das beste die Aufnahme begleitende Verpackung und Booklet, sowie für das technisch am besten ausgeführte Album. Bowie starb am 10. Januar 2016, zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag und der Veröffentlichung von „Blackstar“.

          Auch eine Deutsche zählte zu den Gewinnern: Die Flensburger Opernsängerin Dorothea Röschmann siegte in der Kategorie bestes klassisches Solo-Album für „Schumann & Berg“, zusammen mit „Shakespeare Songs“ von Ian Bostridge.

          Bei der von Late-Night-Talker James Corden moderierten 59. Auflage der Grammys wurden Preise in mehr als 80 Kategorien vergeben. Die Grammy Awards verleiht die Recording Academy, ein Zusammenschluss aus Musikern, Produzenten, Tontechnikern und anderen Musikprofis.

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