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Geheimes Treffen : Bob Dylan nimmt Literaturnobelpreis entgegen

  • Aktualisiert am

Bob Dylan, Archivbild aus dem Jahr 2012 Bild: Reuters

Bob Dylan hat endlich seinen Literaturnobelpreis in Stockholm abgeholt. Monate nach der Auszeichnung nahm der Amerikaner die Auszeichnung heimlich, still und leise in Empfang.

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          Mit mehreren Monaten Verspätung hat der Sänger und Songschreiber Bob Dylan laut Schwedischem Rundfunk am Samstag in Stockholm den Literaturnobelpreis entgegengenommen. Mit der Auszeichnung hatte die Schwedische Akademie den Rockstar im Oktober „für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“ geehrt. Zur Preisverleihung in der schwedischen Hauptstadt war Dylan im Dezember aber nicht erschienen.

          Sara Danius von der Nobeljury besucht eines der Dylan-Konzerte in Stockholm

          Bei einem Treffen mit Mitgliedern der Nobeljury, das ein Mitglied dem Fernsehsender SVT bestätigte und das auf Wunsch des Rocksängers unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, nahm der Amerikaner die Auszeichnung in Empfang. Anlass von Dylans Besuch in der schwedischen Hauptstadt waren aber nicht die Nobel-Ehren, sondern zwei Konzerte in Stockholm am Samstag und Sonntag.

          Um das Preisgeld von acht Millionen schwedischen Kronen (rund 838.000 Euro) behalten zu dürfen, wird von dem Songschreiber noch die traditionelle Nobelvorlesung erwartet. Ob und in welcher Form Dylan diese hielt oder hält, blieb zunächst unklar.

          Dass der Sänger nach der Zuerkennung im Oktober wochenlang nicht für die Akademie erreichbar war, hatte für Unmut in dem Gremium gesorgt, das jedes Jahr den Preisträger auswählt. Im Jahr vor Dylan hatte die Jury die weißrussische Schriftstellerin und Journalistin Swetlana Alexijewitsch geehrt.

          Nach seinem Besuch in Stockholm setzt Dylan seine Tour mit Auftritten in Oslo, Kopenhagen und Lund fort. Danach ist er für drei Konzerte in Deutschland zu Gast. Hier steht der legendäre Musiker in Hamburg, Lingen und Düsseldorf auf der Bühne.

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