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Echo-Verleihung : Grönemeyer und Blunt gewinnen Hauptpreise

  • Aktualisiert am

Noch zwei Preise: Herbert Grönemeyer Bild: dpa

Der „Echo“ gilt als einer der wichtigsten Musikpreise in Europa. Herbert Grönemeyer hat in Berlin gleich zwei der Hauptpreise abgeräumt. Der Brite James Blunt wurde als internationaler Rockpop-Sänger des Jahres ausgezeichnet. Und Newcomer des Jahres ist Mark Medlock.

          Herbert Grönemeyer hat bei der Echo-Verleihung 2008 zwei der Hauptpreise abgeräumt. Der 51-jährige Sänger bekam am Freitagabend in Berlin den begehrten Musikpreis als bester nationaler Rock/Pop-Künstler und den für das beste Album. Als internationaler Rockpop-Sänger des Jahres wurde der Brite James Blunt ausgezeichnet. Den Hit 2007 landeten DJ Ötzi & Nik P. mit „Ein Stern (der Deinen Namen trägt)“. Das Duo aus Österreich gewann wenig später noch einen zweiten „Echo“ in der Kategorie Schlager.

          Grönemeyer dankte seinem Management für die Motivation und den Antrieb zu immer neuen Projekten. „Denn bekanntlich neige ich zu Faulheit, Unpünktlichkeit und Überheblichkeit und bin extrem schwer zu handhaben“, sagte er selbstironisch.

          Den „Echo“ als beste nationale Rock/Pop-Gruppe ergatterte die Stuttgarter Hip-Hop-Formation „Die Fantastischen Vier“; als nationalen Newcomer des Jahres zeichnete die Jury Mark Medlock aus. Der Gewinner von „Deutschland sucht den Superstar“ stellte selbstbewusst fest: „Ich hab' den Preis verdammt nochmal verdient.“ Bushido wurde wie schon im Vorjahr als bester Hip-Hop-Act aus Deutschland geehrt. Als beste Alternative-Band weltweit prämierte die Jury die finnische Formation Nightwish, die mit ihrem Album „Dark Passion Play“ auch in Deutschland auf Anhieb Platz eins der Charts belegte. Der Echo gilt als einer der wichtigsten Musikpreise in Europa; die festliche Gala ist der Höhepunkt des Musikjahres in Deutschland.

          Bester internationaler Künstler: James Blunt

          Popstar-Parade auf dem roten Teppich

          Zu der Parade der Popstars schritten dutzende Künstler aus der Rock- und Popszene über den rund 400 Meter langen roten Teppich ins Kongresszentrum ICC - vorbei an hunderten kreischenden Fans und fast ebenso vielen Fotografen und Kameras. Viel Applaus bekamen im Blitzlichtgewitter auch die australische Pop-Diva Kylie Minogue, die später in einem schwarz-glänzendem Minikleid und mit blondem Pagenschnitt eine mitreißende Live-Performance zum Song „In My Arms“ ablieferte. Mit dabei im ICC waren auch Soulsänger Roger Cicero, die Hamburger Hip-Hopper Fettes Brot sowie der Gewinner des Dschungelcamps, der ehemalige Popstar Ross Anthony.

          Ebenfalls auf dem Teppich posierten Vorjahressiegerin LaFee, die Düsterrocker Oomph!, die Teenie-Band Panik! und die Berliner Reggae-Combo Culcha Candela.
          Moderiert wurde die Show wie schon in den vergangenen Jahren von Oliver Geissen, der als Partnerin erstmals Nazan Eckes (“Let's Dance“, „Explosiv“) an seiner Seite hatte. Als Favoriten des Abends galten neben Grönemeyer, Nelly Furtado sowie Ich+Ich, denn sie führten die Liste der Nominierten mit jeweils drei Nennungen an.
          Die Auszeichnungen für nationale und internationale Popkünstler werden in 25 Kategorien vergeben. Einige der Preisträger hat die deutsche Phono-Akademie schon verkündet: Der 70-jährige Fernsehmoderator Dieter Thomas Heck erhält einen Echo-Sonderpreis für seine Verdienste um die deutschsprachige Musik, und der Komponist und Produzent Rolf Zuckowski bekommt eine Ehrung für sein Lebenswerk.

          Echo für den „Hamma!“

          Ausgezeichnet als erfolgreichster Produzent des Jahres wurde Andreas Herbig, der unter anderem den Culcha-Candela-Hit „Hamma!“ auf seine Fahne schreiben kann. Den Preis für die erfolgreichste Musik-DVD räumten die inzwischen aufgelösten Böhsen Onkelz ab.

          Neben DJ Ötzi war auch die jüngst mit fünf Grammys ausgezeichnete Soul-Sängerin Amy Winehouse für zwei Echos nominiert. Nicht zur Verleihung an die Spree reisten ebenfalls nominierte Topstars wie Bruce Springsteen, Bon Jovi, The Eagles oder 50 Cent und die Foo Fighters.

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