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Edition „Zappa in New York“ : Und du bist mein Sofa

  • -Aktualisiert am

Ende 1976 blickte er auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück: Frank Zappa 1976 oder 1977 in Hamburg Bild: Picture-Alliance

Die Jubiläums-Edition von „Zappa in New York“ beantwortet viele offene Fragen und rührt noch einmal an die Urängste jedes Musikers, plötzlich mit dem Unspielbaren konfrontiert zu werden.

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          Er gilt als passionierter Jazz-Hasser. Im Laufe seiner Karriere hat Frank Zappa wiederholt betont, wie wenig er von dieser afro-amerikanischen Spielart hält. Die Bemerkung „Jazz is not dead, it just smells funny“ vom 1973er „Roxy & Elsewhere“-Album zählt nicht zufällig zu seinen am häufigsten zitierten Weisheiten. Auch wenn er in einigen Interviews sein Missfallen über Jazz dokumentiert und sich mit Sicherheit auch nicht als Jazzmusiker begriffen hat, darf man doch annehmen, dass seine Abneigung nicht primär auf den Jazz als Musikform, sondern vor allem auf das „Jazz-Establishment“ zielte. Das mochte er genauso wenig wie jedes andere Establishment. In diesem Sinne war Zappa ein klassischer Außenseiter.

          Auf der anderen Seite finden sich jede Menge Jazz-Einflüsse in seinem monumentalen Werk, und das Prinzip „Improvisation“ prägt nicht nur sein eigenes Gitarrenspiel. Immer wieder hat er zudem renommierte Jazzer in seine Bands geholt, um sich von ihnen inspirieren zu lassen – man denke nur an den Keyboarder George Duke, den Geiger Jean Luc Ponty oder den Posaunisten Bruce Fowler. Die vielleicht intensivsten Jazz-Referenzen finden sich allerdings auf dem 1976 eingespielten Album „Zappa in New York“, das jetzt vierzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in einer opulenten 5-CD-Box erschienen ist – verpackt in einer Metalldose in Form eines New Yorker Kanaldeckels und mit mehr als dreieinhalb Stunden unveröffentlichtem Material.

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