https://www.faz.net/-gqz-9951h

Rock and Roll Hall of Fame : Bon Jovi wieder vereint – für einen Auftritt

  • Aktualisiert am

Wieder alle dabei: Bassist Hugh McDonald, der frühere Bon-Jovi-Gitarrist Richie Sambora, Sänger Jon Bon Jovi, der frühere Bassist Alec John Such, Keyboarder David Bryan und Schlagzeuger Tico Torres Bild: dpa

In der Nacht zu Sonntag wurden neue Bands und Solo-Künstler in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Während der Chef einer berühmten britischen Band fehlte, kam Bon Jovi in voller Mitglieder- und Ex-Mitgliederstärke.

          Die Musiker von Bon Jovi, The Cars, Dire Straits, The Moody Blues sowie Nina Simone sind in der Nacht zum Sonntag in die Ruhmeshalle des Rock & Roll aufgenommen worden. Die mehrstündige Zeremonie fand im amerikanischen Cleveland (Ohio) statt.

          Der amerikanische Rockstar Jon Bon Jovi trat dabei erstmals seit 2013 wieder mit dem früheren Band-Gitarristen Richie Sambora auf. Auch Bassist Alec John Such war dabei, der die Band bereits in den neunziger Jahren verlassen hatte. Die neuen und alten Bandmitglieder spielten zusammen vier Songs, darunter „You Give Love a Bad Name“ und „Livin’ on a Prayer“.

          Dass die Zeremonie so harmonisch ablief, war nicht selbstverständlich: Bassist Alec John Such war damals entlassen worden, weil seine Leistungen bei Studioaufnahmen nicht ausreichend gewesen sein sollen. Der heutige Bassist Hugh McDonald taucht auch schon auf früheren Veröffentlichungen als Musiker auf. Richie Sambora stieg 2013 während der Because-We-Can-Tour aus, seit 2015 ist er offiziell kein Mitglied der Band mehr. Über die Gründe seines damaligen Ausstiegs gibt es mehrere Versionen: Sambora selbst gab damals an, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen. Mehrere Musikmagazine berichteten hingegen, dass Sambora wegen eines Alkoholismus-Rückfalls aussteigen musste.

          Am Abend spielten auch die britischen Altrocker The Moody Blues spielten, und zwar ihren legendären Song „Nights in White Satin“. Auch Sänger Ric Ocasek holte seine früheren Kollegen von der Rockband The Cars auf die Bühne. Die 2003 gestorbene Jazz- und Bluessängerin Nina Simone wurde von R’n’B-Star Mary J. Blige gewürdigt.

          Die Rock and Roll Hall of Fame ist ein Museum, das seit über 30 Jahren Künstler aus dem Bereich des Rock’n’Roll ehrt. Bedingung für die Aufnahme in die Ruhmeshalle ist, dass das erste Album mindestens 25 Jahre zurückliegen muss. Fans können im Internet ihre Stimme abgeben, ihre Entscheidung fließt in das Votum von mehr als 900 Musik-Experten ein.

          Im vorigen Jahr wurden unter anderem die Folksängerin Joan Baez, die Grungeband Pearl Jam und der verstorbene Rapper Tupac Shakur als neue Mitglieder aufgenommen.

          Weitere Themen

          Literarische Triebabfuhr

          Roman von Corinna T. Sievers : Literarische Triebabfuhr

          Corinna T. Sievers hat einen Roman über eine nymphomane Zahnärztin geschrieben. „Vor der Flut“ soll provozieren, schlingert aber nur zwischen Geschmacklosigkeit und unfreiwilliger Komik durch die Feuchtgebiete der Genreliteratur.

          Topmeldungen

          Der britische Öltanker Stena Impero wurde von den iranischen Revolutionsgarden beim Durchfahren der Straße von Hormuz beschlagnahmt.

          Nach Festsetzen von Tanker : Krise am Persischen Golf spitzt sich zu

          In der Straße von Hormus überschlagen sich die Ereignisse: Iran stoppt zwei britische Tanker, einer wird noch immer von Teheran festgehalten. Die Regierung in London droht mit Konsequenzen – und Washington schickt Verstärkung nach Saudi-Arabien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.