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Besuch bei den Fab Four : Beatles-Werk und Liverpools Beitrag

Liverpool, das zeigt die Stadt auch außerhalb des Museums, hat bessere und noch schlechtere Zeiten gesehen. Die Gebäude und Straßen, die das eine wie das andere bezeugen, vorbildlich gepflegt oder völlig heruntergekommen, sind mitunter gleichzeitig entstanden. Verschiedene Vergangenheiten prallen hart und unvermittelt aufeinander. Keine englische Stadt außer London hat so viele Gebäude in die Denkmalliste eingetragen wie Liverpool. Die für lange Zeit zweite Metropole des Empires hat einen langen Abstieg hinter sich; entsprechend mühsam wird der Weg in eine neue Zukunft sein, wie sie rechts und links der Hope Street aufscheint: 1981 noch sozialer Brennpunkt und Ort von Krawallen, sind die historischen Straßenzüge heute wieder bessere Wohngegenden und zumal die Hinterhöfe gefragte locations, an denen Romane von Charles Dickens verfilmt werden. Lieblich, gar idyllisch mutet die Stadt nirgends an, das verhindert auch der häufige, meist vom Wind gepeitschte Regen. Liverpool ist vieles, Hafenstadt im Umbruch, Pop-Kapitale, Wissenschaftsstadt, Touristenziel, eines aber bestimmt nicht: Kurort.

Keine Kurstadt - eine Heilerin

Doch dann treffen wir den Mann, der im Zug von Liverpool Lime Street nach Manchester Airport, als die Berufspendler und Studenten, die noch den letzten Stehplatz gefüllt hatten, in Manchester Piccadilly ausgestiegen sind, durch den Wagen kommt und den Abfall einsammelt: ein Liverpudlian. „Wie hat Ihnen meine Stadt gefallen?“, will er wissen, und was wir gesehen hätten. „Wie, die Tour auf dem Mersey?“, fragt er und erzählt eine kleine, für sein Leben wichtige Geschichte: „Als mein Junge Krebs hatte, da hat mein Vater immer gesagt, fahr mit ihm auf dem Mersey, das wird ihm guttun. Und tatsächlich ging es ihm danach meistens besser. Von den vier krebskranken Kindern, die damals in der Klinik waren, ist meines das einzige, das durchgekommen ist.“

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