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: Vor den Augen der Welt

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Genocide of the Ethnic Germans in Yugoslavia 1944-1948. European English-Language Edition. Herausgegeben vom Documentation Project Committee Herbert Prokle, Georg Wildmann, Karl Weber, Hans Sonnleitner. Verlag der Donauschwäbischen Kulturstiftung, München 2003. 224 Seiten, 10,- [Euro].Dieter Blumenwitz: Rechtsgutachten über die Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien 1944-1948.

          Genocide of the Ethnic Germans in Yugoslavia 1944-1948. European English-Language Edition. Herausgegeben vom Documentation Project Committee Herbert Prokle, Georg Wildmann, Karl Weber, Hans Sonnleitner. Verlag der Donauschwäbischen Kulturstiftung, München 2003. 224 Seiten, 10,- [Euro].

          Dieter Blumenwitz: Rechtsgutachten über die Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien 1944-1948. Verlag der Donauschwäbischen Kulturstiftung, München 2002. 64 Seiten, 5,- [Euro].

          Seit etwa zehn Jahren gibt die slowenische Erde ihre fünf Jahrzehnte verborgen gehaltenen Massengräber frei. Mal waren es Autobahnteilstücke, bei deren Bau ehemalige Panzergräben angeschnitten und darin Verscharrte freigelegt wurden. Ein andermal fand ein Bauer beim erstmaligen Mähen seiner Wiese, die sich zuvor in Staatshand befand, Schädel und andere Menschenknochen von Opfern des titokommunistischen Staatsterrors nach dem Zweiten Weltkrieg. Und wiederum ein andermal waren es Bauarbeiter, die verschwiegene Bunker öffneten und Hunderte Skelette fanden. Diese Funde belebten die zuvor von den "alten Kräften" in Medien und Wissenschaft Sloweniens peinlichst vermiedene, wenn nicht gar unterbundene Diskussion über jenen Teil der jüngeren Vergangenheit. Eine staatliche Kommission wurde tätig, deren Angaben zufolge erst die Hälfte solcher Massengräber - schätzungsweise 200 allein auf slowenischem Territorium - entdeckt worden sei, und das Parlament verabschiedete ein "Kriegsgräbergesetz". Sogar die Staatsanwaltschaft nahm endlich Ermittlungen auf und kam damit Forderungen von Opfer-Verbänden unterschiedlichster Provenienz nach, die allerdings bereits unmittelbar nach der Auflösung des alten Jugoslawien erhoben worden waren.

          Den staatlichen Kommissionen und Strafverfolgungsbehörden Sloweniens ist eine Publikation zu empfehlen, deren Inhalt die Ermittlungsarbeiten erheblich erleichtern könnte. Voraussetzung wäre, daß man sie unvoreingenommen und gewissenhaft prüfte. Dies ist wiederum nahezu auszuschließen, weil sie von der in München ansässigen, im politischen Slowenien nach wie vor als "revanchistisch" stigmatisierten Donauschwäbischen Kulturstiftung veranlaßt wurde. Hinter der vorliegenden englischen Ausgabe verbirgt sich die gedrängte Zusammenfassung des wenig verbreiteten Werks "Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien 1944- 1948", das 1998 erstmals erschien. Das ändert nichts an Aussagekraft, Stichhaltigkeit, historischem Wert und Wirkung des darin Beschriebenen und im Bewußtsein Gehaltenen auf Leser. Es handelt sich um eine Dokumentation der existentiellen Vernichtung einer vormals in die Hunderttausende gehenden deutschen Volksgruppe. Jene, die nicht der jugokommunistischen Staatsmacht entkamen, teilten das Schicksal von mehreren zehntausend jugoslawischen "Nazi-Kollaborateuren" - darunter Tausende Slowenen, die wie Kroaten (Ustaschen) und Serben (Tschetniks) entweder als "militärische" oder "innere Feinde" ("Klassenfeinde") liquidiert wurden.

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