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Sachbuch : Der Irak-Krieg beherrscht die Bestseller-Listen

  • Aktualisiert am

Lieferschwierigkeiten: „Bush at War” fand mehr Leser (und Hörer), als der Verlag erwartet hatte Bild: dpa/dpaweb

„Stupid White Men“, „Weltmacht USA. Ein Nachruf“, „Bush at war - Amerika im Krieg“. Sachbücher über Amerika und den Irak-Krieg erreichen derzeit für Sachbücher ungewöhnlich hohe Verkaufszahlen.

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          Die Irak-Krise ist zurzeit nicht nur in den Nachrichten das beherrschende Thema: Auch in den Bestsellerlisten finden sich immer mehr Bücher über die Irak-Krise und die Politik der amerikanischen Regierung.

          In der Lesergunst ganz oben stehen neben „Stupid White Men“ vom amerikanischen Filmemacher und Oscar-Preisträger Michael Moore vor allem Emmanuel Todds Werk „Weltmacht USA. Ein Nachruf“ und Scott Ritters „Krieg gegen den Irak. Was die Bush-Regierung verschweigt". Die Bücher, wie das des ehemaligen UN-Waffeninspekteurs Ritter, analysieren und beschreiben die wirtschaftliche und politische Stellung Amerikas im Ausland und ihre Innenpolitik unter Präsident George W. Bush.

          Die Verkaufszahlen liegen nach Angaben der Verlage über den für Sachbücher üblichen: Seit Erscheinen Ende Februar verkaufte sich Todds Buch „Weltmacht USA. Ein Nachruf“ mehr als 70.000 Mal. Dies sei für nur vier Wochen eine außergewöhnlich hohe Zahl, sagt Eva Brenndörfer vom Verlag Piper. „Wäre das Buch im Herbst herausgekommen, hätte es sich sicherlich nicht so gut verkauft", sagt Brenndörfer zu dem Werk des französischen Historikers. Von Ritters „Krieg gegen den Irak“ wurden seit Erscheinen im November rund 60.000 Exemplare verkauft.

          Die „Chronik eines gewollten Krieges“ von Andreas Zumach und Hans Graf von Sponeck fand nach wenigen Wochen bereits 40.000 Leser. Ebenso hohe Verkaufszahlen hat auch „Bush at war - Amerika im Krieg“ des amerikanischen Journalisten Bob Woodward. Trotz der hohen Nachfrage haben die Verlage kaum Lieferschwierigkeiten. Einzige Ausnahme war Woodwards „Bush at war - Amerika im Krieg". Nach Angaben der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) war es mehrere Tage nicht lieferbar.

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