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Paris ehrt Modeschöpfer YSL : Nur die ganz Großen - und er

  • -Aktualisiert am

Funkelt mit den Juwelen im selben Louvresaal um die Wette: „Hommage a ma maison“ von Yves Saint Laurent Bild: X07453

Inspiriert nur vom Schönsten der Kunst: Sechs Pariser Museen feiern den Modezar Yves Saint Laurent .

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          Das hat man in Paris noch nie erlebt: Fünf der größten öffentlichen Kunsttempel arbeiten mit einem Privatmuseum zusammen, um eine auf sechs Standorte verteilte Ausstellungsreihe auszurichten. „Yves Saint Laurent aux musées“ ist diese eher programmatisch denn originell betitelt. Ihr Grundansatz: die Konfrontation von Kreationen des 2008 verstorbenen Couturiers mit ausgewählten Kunstwerken innerhalb des regulären Museumsparcours. Am 29. Januar eröffnet, feiert die durch die Fondation Pierre Bergé-Yves Saint Laurent getragene Veranstaltung den sechzigsten Jahrestag jenes Montags im Jahr 1962, als Saint Laurent seine erste Kollektion unter eigenem Namen präsentierte.

          Aperçus von deren Vorbereitung geben im Musée Yves Saint Laurent Paris eine Handvoll Schwarz-Weiß-Fotos, die den Fünfundzwanzigjährigen mit weißem Kittel und Schildpattbrille unter Mannequins und anderen Mitarbeitern zeigen. Es folgen rund dreihundert Zeichnungen aus vier Jahrzehnten, die der Couturier 2002 für seine große Retrospektive im Pariser Centre Pompidou ausgewählt hatte. Lässt man den Blick über die mit geschmeidig eleganten Strichen bemalten Blätter schweifen, findet man die ganze Bandbreite der durch den Schöpfer neu erfundenen Kleidertypen wieder: Smoking, Caban, Overall, Safarijacke.

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