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Oscars 2018 : 13 Nominierungen für „Shape of Water“

  • Aktualisiert am

Über die Liebe zu einem mysteriösen Fischwesen: Michael Shannon, Sally Hawkins und Octavia Spencer in „The Shape of Water“, nominiert für dreizehn Oscars. Bild: AP

Anfang März werden in Hollywood die Oscars verliehen – die Nominierungen dafür gibt die Academy jetzt bekannt. Zwei deutsche Produktionen sind unter den Anwärtern. Das NSU-Drama „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin schaffte es nicht unter die neun Kandidaten für den Auslands-Oscar.

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          Die Oscar-Akademie hat ihre Nominierungen für die diesjährige Verleihung des Filmpreises bekannt gegeben. In den Kategorien „Kurzfilm“ und „Animierter Film“ können sich in diesem Jahr deutsche Regisseure Hoffnungen auf  Auszeichnungen machen. Fatih Akin gelangte mit seinem NSU-Drama „Aus dem Nichts“, das im Januar einen Golden Globe gewann, hingegen nicht auf die Liste der neun Kandidaten für den Auslands-Oscar.

          In der Kategorie „Bester Film“ konnten sich die Fantasy-Geschichte „Shape of Water - Das Flüstern des Wassers“, das Kriegsdrama „Dunkirk“, die Tragikomödie „Lady Bird“, die Kriminalkomödie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, der Churchill-Film “Die dunkelste Stunde“ durchsetzen. „Shape of Water“ wurde insgesamt 13 Mal nominiert. Die Produktion erhielt im Januar zwei Golden Globes und gewann bei den Filmfestspielen Venedig den Goldenen Löwen als bester Film. Für die beste Regie nominierte die Oscar-Akademie neben Guillermo del Toro für „Shape of Water“ unter anderem Christopher Nolan (“Dunkirk“) und Greta Gerwig (“Lady Bird“).

          Kinotrailer : "The Shape of Water"

          Kinotrailer : „Churchill“

          In der Sparte „Animierter Kurzfilm“ wurde der Zeichentrickfilm „Revolting Rhymes“ („Es war einmal...nach Roald Dahl“) der Münchner Regisseure Jakob Schuh und Jan Lachauer als einer von fünf Kandidaten nominiert, wie die Oscar-Akademie mitteilte. In dem Animationsfilm, den die britische Firma Magic Light Pictures produzierte, treffen Figuren aus verschiedenen Märchen aufeinander, darunter Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf. Schuh und Lachauer, die an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg studierten, waren beide schon einmal für Kurzfilm-Oscars nominiert.

          Die Regisseurin und Schauspielerin Katja Benrath, die mit ihrem Abschlussfilm von der Hamburg Media School im vergangenen Herbst den goldenen Studenten-Oscar gewann, schaffte es mit „Watu Wote/All Of Us“ unter die fünf Nominierten für den Kurzfilm-Oscar. Ihr in Kenia gedrehter Film erzählt die wahre Geschichte eines Angriffs der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia, bei dem sich Muslime schützend vor Christen stellten.

          Auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer kann auf eine Auszeichnung hoffen: Er wurde für die Filmmusik in „Dunkirk“ nominiert. Der Frankfurter war 2015 schon einmal für die Vertonung von „Interstellar“ vorgeschlagen und bekam für „Der König der Löwen“ 1995 den Oscar entgegen.

          Unter den fünf Nominierten für den Oscar der besten Hauptdarstellerin sind Frances McDormand, Sally Hawkins und Meryl Streep. McDormand spielt wie Sam Rockwell, der als bester Nebendarsteller nominiert wurde, in „Three Billboards Outside Ebbing“. Hawkins gelangte für ihre Rolle in „Shape of Water“ unter die Oscar-Anwärter. Meryl Streep könnte für ihre Rolle “Die Verlegerin“ über die Firmengeschichte der Washington Post ausgezeichnet werden.

          Unter den besten Hauptdarstellern landeten Gary Oldman, Timothée Chalamet und Denzel Washington. Oldman wurde für seinen Auftritt als Winston Churchill in „Die dunkelste Stunde“ aufgestellt, Chalamet für seine Rolle in dem Liebesfilm „Call Me By Your Name“. Washington spielt im Thriller „Roman J. Israel, Esq.“ einen idealistischen Anwalt.

          Allison Janney und Laurie Metcalf haben Chancen auf den Oscar als beste Nebendarstellerin. Janney wurde für ihre Mutterrolle in der Tragikomödie „I, Tonya“ nominiert, Metcalf für „Lady Bird“. Als bester Nebendarsteller ist neben Sam Rockwell und Christopher Plummer auch Willem Dafoe für seine Rolle in dem Independent-Film „The Florida Project“ aufgestellt.

          Chancen auf den Auslands-Oscar haben der chilenische Film „Fantastic Woman“, die libanesische Produktion „The Insult“, der schwedische Film „The Square“, „Loveless“ aus Russland und „On Body And Soul“ aus Ungarn.

          Die Oscars werden am 4. März in Los Angeles verliehen.

          Die Nominierungs-Bestenliste

          13 Nominierungen: „Shape of Water - Das Flüstern des Wassers“

          8 Nominierungen: „Dunkirk“

          7 Nominierungen: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“

          6 Nominierungen: „Darkest Hour“ („Die Dunkelste Stunde“) und „Phantom Thread“ („Der seidene Faden“)

          5 Nominierungen: „Blade Runner 2049“ und „Lady Bird“

          4 Nominierungen: „Call Me by Your Name“, „Get Out“, „Mudbound“ und „Star Wars: The Last Jedi“ („Star Wars: Die letzten Jedi“)

           

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