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Neubau : Richard Meier baut am Rhein ein Arp-Museum

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Nach zehnjährigen Streitereien fiel nun in New York endlich die Entscheidung für ein neues Hans-Arp-Museum in Remagen am Rhein. Der amerikanische Architekt Richard Meier wird bis Mitte 2001 Bau- und Kostenpläne vorlegen.

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          Richard Meier hat dem zweistufigen Konzept zum Bau eines Museums für den Bildhauer Hans Arp zugestimmt. Nach „Irritationen“ in der Vergangenheit wird der amerikanische Stararchitekt in Remagen am Rhein bauen. Der Durchbruch für das geplante „Weltklasse-Museum“ ist damit erreicht. Endlich besteht Planungssicherheit für das ehrgeizigste Kulturprojekt des Landes Rheinland-Pfalz.

          „Richard Meier sitzt jetzt mit im Boot. Das Klima zwischen allen Beteiligten stimmt nun“, versichert Jürgen Pföhler, Landrat des Kreises Bad Neuenahr. Das geplante Museum soll die Werke des Bildhauers und Malers Hans Arp (1887-1966) beherbergen. In den kommenden zwei
          Jahren soll nach Angaben des Landrats der historische Künstler-Bahnhof Rolandseck renoviert werden. Für den geplanten Museums-Neubau, der an den Bahnhof mit einem Tunnel angebunden werden soll, sind sechs bis acht Jahre veranschlagt. Die Kosten für die Renovierung und Ausstellungsflächen für Skulpturen bezifferte er auf 17 Millionen Mark. Nicht bestätigen wollte der Landrat die Bausumme von 30 Millionen Mark, wie sie früher im Gespräch war. „Diese Summe hängt von Richard Meiers Planung ab“, sagte er. Spätestens bis Mitte 2001 wird der Architekt Kosten- und Baupläne vorlegen.

          Laut Pföhler übernimmt das Land 17 Millionen Mark der Kosten. Der Bund wird im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs 13
          Millionen Mark beisteuern. Die restlichen Kosten müsse ein neuer Förderverein einwerben. Die Einigung mit Richard Meier war in New York erzielt worden. Der Architekt werde nun laufend über die Renovierung des Künstler-Bahnhofs informiert, heisst es. Seine Neubau-Planungen soll er mit dem Land Rheinland-Pfalz als Auftraggeber und der Arp-Stiftung als Nutzerin abstimmen.

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