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Nationalmuseum Bagdad : Zehntausende irakische Kulturgüter sichergestellt

  • Aktualisiert am

Vor einem Monat, nach den Plünderungen Bild: AFP

Amerikanische Behörden haben rund 40.000 aus dem Nationalmuseum in Bagdad gestohlene Gegenstände sichergestellt - darunter Manuskripte auf Pergament und Kunstobjekte, zum Teil Jahrtausende alt.

          Die amerikanischen Behörden haben nach eigenen Angaben fast 40.000 Manuskripte und 700 Kunstgegenstände aus dem Nationalen Museum in Bagdad sichergestellt.

          Dazu gehörten ein 7.000 Jahre altes Tongefäß sowie ein Meilenstein mit Inschrift aus der Zeit des Königs Nebukadnezar im siebten Jahrhundert vor Christus, wie am Mittwoch in Washington bekannt wurde. Die Kulturgüter waren bei den Museumsplünderungen nach dem Sturz des irakischen Staatschefs Saddam Hussein abhanden gekommen.

          Amnestie: Iraker bringen Kisten zurück

          Den Angaben zufolge brachte ein Iraker nach Verkündung des Amnestieplans der amerikanischen Truppen eine Kiste Manuskripte auf Papier und Pergament zurück. Ein weiterer Landsmann habe insgesamt 46 antike Kunstgegenstände abgegeben, darunter eine Vase, die vermutlich aus dem Jahre 5000 vor Christus stamme.

          Amerikanische Zollbeamte hätten noch zehn weitere wertvolle Stücke sichergestellt. Dazu gehöre auch eine teils zerbrochene Statue eines assyrischen Königs aus dem neunten Jahrhundert vor Christus. Wie es weiter hieß, wurden viele vermißt geglaubte Kulturgüter in den Kellern des Museums wieder gefunden. Sie seien offenbar bei Kriegsbeginn aus Sicherheitsgründen dorthin ausgelagert worden.

          Die amerikanischen Truppen in Irak arbeiteten nun mit den Direktoren und Angestellten der diversen Museen zusammen, um eine Liste der tatsächlich fehlenden Gegenstände zu erstellen. Einige Mitarbeiter der Zollbehörde hätten sogar ihr Nachtlager im Nationalmuseum aufgeschlagen, um weitere Plünderungen zu verhindern. Die Suche nach verschwundenen Kunstgegenständen werde in Irak und im Ausland fortgesetzt.

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