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Nachruf-Schreiberin Ann Wroe : Dylan bekommt nur eine Seite

Auch in der heute erscheinenden Ausgabe hat sie das letzte Wort: Ann Wroe, Nachruferin vom Dienst beim „Economist“ Bild: Micha Theiner

Ihren Namen kennen bloß Eingeweihte, doch ihre Texte lesen jede Woche Millionen: Ann Wroe ist die Königin des Nachrufs. Niemand kommt Verstorbenen so nah wie sie.

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          Auf der Liste der Nachrufe, die seit Jahresbeginn auf der „Obituary“-Seite des „Economist“ standen, finden sich Namen wie Simonetta Puccini, Enkelin des Komponisten, Calestous Juma, akademischer Aktivist für Innovation in Afrika, der Gebrauchtbuchhändler Fred Bass vom New Yorker Strand Book Store, Trompeter Hugh Masekela, Ikea-Gründer Ingvar Kamprad, Greatful-Dead-Texter John Perry Barlow, der Prediger Billy Graham und natürlich Paul Bocuse und Stephen Hawking. So unterschiedlich die Biographien, so originell, einfühlsam und klug die ihnen gewidmeten Texte. Viele Leser des Blattes schlagen als Erstes die letzte Seite auf.

          Hannes Hintermeier
          Feuilleton-Korrespondent für Bayern und Österreich.

          Da der „Economist“ keine Autorennamen nennt, liegt die Vermutung nahe, hier seien angesichts der Bandbreite der verhandelten Personen verschiedene Fachkräfte am Werk. Dabei ist die Seite in festen Händen. Sie gehören einer zierlichen, weißhaarigen Frau mit großen, aufmerksamen Augen, die Humor verraten: Anne Wroe ist seit fünfzehn Jahren zuständig für die „Obituary“-Seite.

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