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Nachhaltigkeit in Südamerika : Aufstieg aus dem Schatten

  • -Aktualisiert am

Durch den Einsatz städtisch beschäftigter Müllsammler können inzwischen ein Viertel der festen Abfälle Arequipas verwertet werden. Hier lassen sich Touristen die Sehenswürdigkeiten der Stadt vorführen Bild: AFP

Wie das Abfallproblem bewältigen und zugleich Arbeitsplätze schaffen? In Peru werden Müllsammler zu städtisch beschäftigten „Recyclern“.

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          Von montags bis freitags verlässt Roque Flores Calle jeden Morgen sein in einem Vorort von Arequipa im Süden Perus gelegenes Haus und sammelt bis abends den Abfall seiner Mitbürger. Am Wochenende sortiert er das Sammelgut und verkauft es anschließend. Der Peruaner, der schon seit vielen Jahren seine Familie mit dem Sammeln, Sortieren und Verkaufen von Abfällen ernährt, hat sich von den Mitarbeitern der Poverty Environment Initiative (PEI) überzeugen lassen, dieser Arbeit offiziell nachzugehen.

          Flores wurde Mitglied der 2011 gegründeten Recycler-Organisation Nuevo Mundo, die 16 Männer und 28 Frauen beschäftigt. Alles in allem sind 250 Recycler in Arequipa, einer Stadt mit rund einer Million Einwohnern, tätig. Mit Erfolg: Ein Viertel der festen Abfälle Arequipas werden inzwischen verwertet. Früher waren es nur fünf Prozent. Gesammelt und sortiert werden vor allem Plastik, Flaschen und Altpapier. Möglich wurde der Aufstieg dieser Tätigkeiten aus der Schattenwirtschaft durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Flores und seine Kollegen wurden geschult und kennen sich inzwischen mit den problematischen Folgen des Mülls für Umwelt und Gesundheit aus.

          Das Müllsammeln zu seiner offiziellen Arbeit zu machen, sagt Roque Flores Calle heute, sei seine beste Entscheidung gewesen: „Ich habe früher unter schlimmen Bedingungen gearbeitet. Seit meine Arbeit offiziell ist, habe ich eine Uniform und werde als städtischer Müllsammler erkannt. Ich habe ein regelmäßiges Einkommen und bin krankenversichert. Ich bin glücklich, dass meine Kinder zur Schule gehen und mir nicht mehr bei der Arbeit helfen müssen. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Müllproblems unseres Landes.“

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