https://www.faz.net/-gqz-a8itg

Nach Krebserkrankung : Legendärer Jazz-Pianist Chick Corea gestorben

  • Aktualisiert am

Meister der Tasten: Chick Corea bei einem Konzert in Valencia im März des vergangenen Jahres Bild: EPA

Chick Corea galt als einer der bedeutendsten Rockjazz-Musiker. In seiner Karriere gewann er 23 Grammys und spielte mit vielen anderen Jazzgrößen zusammen. Nun ist der er im Alter von 79 Jahren gestorben.

          1 Min.

          Der Jazz-Pianist Chick Corea ist tot. Der Musiker und Komponist starb im Alter von 79 Jahren an einer Krebserkrankung, wie am Donnerstag auf seiner offiziellen Facebook-Seite und Website mitgeteilt wurde. Der amerikanische Radiosender NPR verwies auf eine Quelle in Coreas Produktionsfirma.

          Die Erkrankung mit einer seltenen Krebsart war demnach erst vor sehr kurzer Zeit diagnostiziert worden. Er starb bereits am Dienstag.

          Der 1941 in Chelsea im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts als Armando Anthony Corea geborene Musiker galt als einer der bedeutendsten Vertreter des Rockjazz und nahm dutzende Alben auf. In seiner langen Karriere gewann der Pianist und Keyboard-Spieler 23 Grammys und wurde insgesamt 67 Mal nominiert. Ihm wurden mehr Jazz-Grammys verliehen als jedem anderen Musiker.

          Corea spielte unter anderem mit dem Trompeter Miles Davis und gründete 1971 die Formation „Return To Forever“. Als Komponist schrieb Corea unter anderem den Latin-Jazz-Klassiker „Spain“, seinen vermutlich berühmtesten Hit. Andere bekannte Stücke, die als Jazz-Standards gelten, sind „500 Miles High“ und „La Fiesta“.

          Zwei mehr: Auch bei den Grammys im Jahr 2015 räumte Corea zwei Preise ab.
          Zwei mehr: Auch bei den Grammys im Jahr 2015 räumte Corea zwei Preise ab. : Bild: EPA

          Auf seiner Facebook-Seite hinterließ Corea seinen Fans und Weggefährten eine letzte Nachricht: „Ich möchte allen danken, die mich auf meiner Reise begleitet haben und dafür gesorgt haben, dass meine Leidenschaft für die Musik nie erlischt.“ Corea ermutigte seine Anhänger, ihr musikalisches Talent einzusetzen. „Die Welt braucht nicht nur mehr Künstler, es macht auch einfach ein Riesenspaß.“ Auch seinen musikalischen Begleitern dankte er noch ein letztes Mal: „Ich habe immer versucht, jede Gelegenheit zu nutzen, um mit meiner Musik die Freude, kreativ zu sein, zu teilen. Und das an der Seite von all den Künstlern, die ich so verehrt habe. Genau das hat mein Leben so bereichert.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundesministerin für Bildung und Forschung: Bettina Stark-Watzinger am 14. Januar in Berlin

          Wissenschaftsministerin : Ein liberaler Aufbruch?

          Die Wissenschaft wird nicht nur für den ökologischen Umbau gebraucht. Die neue Ministerin Bettina Stark-Watzinger sollte ihr dafür die Freiheit lassen, die ihr bisher verwehrt wird.