https://www.faz.net/-gqz-9nl77

Mülheimer Theatertage : Dramatiker des Jahres kommt aus Österreich

  • Aktualisiert am

Der österreichische Autor Thomas Köck ist zum zweiten Mal in Folge „Dramatiker des Jahres“ der Mülheimer Theatertage. Bild: dpa

Lange beriet die Jury, dann einigte sie sich auf den Preisträger des vergangenen Jahres: Thomas Köck erhält die Auszeichnung der Mülheimer Theatertage.

          1 Min.

          Zum zweiten Mal in Folge ist der österreichische Autor Thomas Köck mit dem Dramatiker-Preis bei den Mülheimer Theatertagen ausgezeichnet worden. Mehr als zwei Stunden diskutierten fünf Experten öffentlich darüber, wer die deutschsprachige Theaterlandschaft in der letzten Zeit am meisten beeindruckt habe. Köcks Stück „atlas“ in der Inszenierung des Schauspiels Leipzig kristallisierte sich dabei schnell als großer Favorit heraus.

          Am Ende konnte der 33 Jahre alte Österreicher den mit 15.000 Euro dotierten Preis mit nach Hause nehmen. 2018 hatte Köck für sein Stück „paradies spielen (abendland. ein abgesang)“ den Preis bereits gewonnen. Köck setzte sich in diesem Jahr unter anderem gegen Elfriede Jelinek mit „Schnee Weiß (Die Erfindung der alten Leier)“ und Enis Maci mit „Mitwisser“ durch.

          Posttraumatische Erzählung

          Die Jury lobte in Mülheim die von Köck „kunstvoll verwobenen Handlungs- und Zeitfäden“. Bei der „posttraumatischen Erzählung handelt es sich um eine Geschichte, die man nicht vergisst“, urteilte das Gremium. Ohne moralischen Zeigefinger werde das Thema Migration angesprochen.

          Zuvor war schon Kristo Šagor für sein Stück „Ich lieb dich“ in der Inszenierung der Schauburg München (Regie: Ulrike Günther) mit dem Mülheimer KinderStückePreis 2019 ausgezeichnet worden.

          Veranstalter des Festivals, das zum 44. Mal stattfand, sind die Stadt Mülheim und das Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Dramatikerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Theaterautoren. Er wird seit 1976 jährlich verliehen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Soldaten der Roten Armee ergeben sich im Jahr 1941 während des Russlandfeldzugs.

          Weltkriegs-Gedenken : „Erinnerung bleibt uns Deutschen eine Verpflichtung“

          In Berlin erinnert Bundespräsident Steinmeier an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren. Deutschland müsse sich die Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs im Osten Europas ins Gedächtnis rufen, sagt er. Dabei zählt Steinmeier Orte auf, die für die „deutsche Barbarei“ stehen.
          Dafür benötigt man keine Zauberei: Für die Herzdruckmassage braucht es nur zwei Hände.

          Herzdruckmassage : „Das lässt sich innerhalb einer Minute lernen“

          Der Fall Christian Eriksen hat für Entsetzen gesorgt. In Deutschland erleiden täglich mehr als 200 Menschen einen Herzstillstand. Im Interview erklärt Intensivmediziner Bernd Böttiger, was bei einer Reanimation zu beachten ist.
          Mette Frederiksen, die Ministerpräsidentin von Dänemark, verkündet mit Vorsitzenden der Parteien einen Wiedereröffnungsplan nach dem Corona-Lockdown

          Dänische Sozialdemokratie : Dänemark zuerst bedeutet Europa zuletzt

          Begriffe wie „internationale Verpflichtungen“, „Konventionen“ und „Menschenrechte“ sind von vornherein negativ besetzt: Vom unheimlichen Schmusekurs der dänischen Sozialdemokratie mit rechtspopulistischen Wählern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.