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FAZ Plus Artikel Politischer Vorstoß : Mit Bäumen die Welt retten? Träumt weiter!

„We were in the jungle. There were too many of us.“ Bild: Picture-Alliance

Wie einfach hätten Sie die Weltrettung gerne? Das Schweizer Rezept, weltweit eine Milliarde Hektar Wald aufzuforsten ist eine gute Idee. Realität und Politik aber zeigen uns den Mittelfinger: Träumt weiter!

          „Endzeit...“, so begann der große Wissenschaftserzähler Hoimar von Ditfurth, auch er einer der frühen Bestsellerautoren, die den grünen Geist geweckt haben, sein berühmtestes Buch über die Krise des Planeten, und fuhr fort: „Es steht nicht gut um uns.“ Das war vor etwas mehr als einer Generation. Ditfurth beendete sein Werk mit einem berühmten Wort Luthers: „So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen. Es ist soweit.“

          Einfache Lösungen sind wie kluge Sätze: unwiderstehlich. Zum Weitererzählen. Seitdem vor zwei Tagen in der international bedeutenden Wissenschaftszeitschrift „Science“ ein Aufsatz erschienen war, in dem Schweizer Forscher die ungewöhnlich detaillierte Auswertung von Satellitenbildern dokumentierten, wissen wir, wo auf der Welt neue Bäume wachsen könnten und wie viel klimaschädliches Kohlendioxid sie der Luft entziehen könnten. Seitdem rast die neue Losung wie ein Lauffeuer durch den Blätterwald und auf jeden Schirm: Einfacher geht die Weltrettung nicht. Die Züricher Wissenschaftler befeuerten die umweltpolitische Heilsbotschaft nach Kräften: „Der Klimawandel kann durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch Aufforstung.“ 900 Millionen Hektar Wald zusätzlich weltweit, das sollte zu machen sein. Falls das gelänge, wohlgemerkt: Nur wenn die Weltgemeinschaft sich durchringen würde, die Erde mit einer Fläche von der Größe ganz Brasiliens oder der Vereinigten Staaten (der siebenundzwanzigfachen Fläche Deutschlands) zu bepflanzen, wäre der Klimakollaps also zu verhindern.

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          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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