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Meysel-Zitate : „Ich war bisexuell, ich, die Mutter der Nation“

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Manchamal wie ein bunter Papagei: Inge Meysel Bild: dpa/dpaweb

Die Schauspielerin Inge Meysel war auch im Alter „kein bißchen leise“. Mit Herz und Schnauze hat sie immer Stellung bezogen, wenn sie es für angebracht hielt.

          Die Schauspielerin Inge Meysel war auch im Alter „kein bißchen leise“. Mit Herz und Schnauze hat sie immer Stellung bezogen, wenn sie es für angebracht hielt. Einige Zitate:

          Persönliches

          „Zu schnell auf die Barrikaden gehen - zu spontan.“ (1983 im FAZ- Fragebogen über ihren „größten Fehler“)

          „Ich war bisexuell, ich, die "Mutter der Nation".“ Und: „Ich habe mit 17 durch eine Frau die körperliche Liebe kennen gelernt. Aber das war das einzige Mal.“ (1992 zur dpa)

          „Wer nicht bisexuell ist, verpaßt doch das Beste.“ (2001 in der Illustrierten „Bunte“)

          „Ich bin und bleibe Berlinerin - wo ich wohne, ist mir egal.“ (1999 zu Journalisten)

          „Solange ich hier lebe, wird kein Erdwall aufgeschüttet.“ (1999 im Streit um Deichbaupläne vor ihrem Haus in Bullenhausen an der Elbe)

          Berufliches

          „Ein Beruf ohne Engagement und ohne Spaß ist wie ein vergeudetes Leben.“ (1994)

          „Ich als altes Zirkuspferd werde doch deswegen keine Theaterpremiere platzen lassen.“ (1975 nach einem Armbruch vor der Berliner Aufführung von Rolf Hochhuths „Hebamme“)

          „Seit Jahrzehnten lese ich fast nichts anderes mehr als Krimis.“ (1994 vor ihrem Debüt in der ARD-Serie „Polizeiruf 110“)

          „Man sollte immer auf dem Teppich bleiben.“ (1995 zu Lobesreden über ihr Schaffen anläßlich des 85. Geburtstags)

          Über Politik

          „Ich finde, Künstler sollten in politischen Dingen ruhig mehr Mut aufbringen und buchstäblich Farbe bekennen.“ (FAZ, 1983)

          „Die Entscheidung für eine Blitzvereinigung war ein Fehler.“ (1990 vor der Wiedervereinigung zum „Neuen Deutschland“)

          „Schauen Sie sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der sechziger Jahre an und vergleichen Sie sie mit heute. Nichts hat sich seit damals verändert.“ (1994)

          „Ich wähle immer SPD, weil es eine gestandene linke Partei ist, die die Rechten wegkriegt.“ (Vor den Bundestagswahl 1998 zu „Bild“, nachdem sie im Frühjahr zur Wiederwahl des PDS-Kandidaten Gregor Gysi aufgerufen hatte)

          „Ich wäre auch unter den Hausbesetzern, wenn ich jünger wäre.“ (1981 in der Fernsehsendung „Ich stelle mich“)

          Dies und das

          „Hinter jeder Frau im Nerz steht eine andere, die darüber witzelt, wo sie ihn her hat.“

          „Das beste Schlankheitsmittel: Morgens ein Ei und ein Glas Rotwein, mittags zwei Eier und zwei Glas Rotwein, abends drei Eier und den Rest der Flasche.“

          „Damit die Auflage steigt und um geilen Herren eine Freude zu machen.“ (1978 zu einem „Stern“-Titelbild mit der Sängerin Grace Jones)

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