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Meisterwerke : Neue Dokumente im Streit um Klimt-Gemälde aufgetaucht

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Eines von Gustav Klimts Porträts von Adele Block-Bauer in Wien Bild:

Seit Jahren tobt der Streit um sechs kapitale Bilder von Gustav Klimt, für die Restitutionsansprüche geltend gemacht werden. Nun sind überraschend Dokumente aufgetaucht, die die Auseinandersetzung in ein völlig neues Licht stellen.

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          Seit Jahren tobt der Streit um sechs kapitale Bilder von Gustav Klimt, für die Restitutionsansprüche geltend gemacht werden. Nun sind überraschend Dokumente zu Adele Bloch-Bauers Rolle in der damaligen Kunstszene aufgetaucht.

          Wie der Kunsthistoriker Stephan Koja und der Historiker Andreas Kugler in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreiben, liege die „Brisanz der in den letzten Wochen - teils im Archiv der Österreichischen Galerie Belvedere, teils in Privatbesitz - neu entdeckten Dokumente“ darin, „daß sie es erstmals ermöglichen, Adele Bloch-Bauers eigenständiges Kunstinteresse, ihr Eigentum an den Klimt-Gemälden und ihr langjähriges Engagement für die Österreichische Galerie zu belegen“.

          Dabei sei es für Adele Bloch-Bauer und ihre „wohlüberlegten Intentionen entscheidend“ gewesen, im damaligen Direktor der „Modernen Galerie“, Franz Haberditzl, „ein nahezu ideales Gegenüber“ gefunden zu haben. Wie immer die Dokumente juristisch zu bewerten sind, so stellen sie die bisherige Auseinandersetzung doch in ein neues Licht.

          Die Gemälde Klimts sind Herzstück und Hauptattraktion der Sammlung der „Österreichischen Galerie“ in Wien. Nachdem ein Gericht in Kalifornien Ende 2002 die gegen die Republik Österreich angestrengte Klage der Bloch-Bauer-Erbin Maria Altmann zugelassen hat, prüft das amerikanische Justizministerium derzeit, ob in diesem Fall ein souveräner Staat vor ein amerikanisches Gericht zitiert werden kann.

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