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Intendantenwahl an der Saar : Drei Wahlgänge, kein Sieger

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Ergebnis offen – noch: Mitglieder des Rundfunkrats des Saarländischen Rundfunks vor Beginn der Sitzung am Montag in der Saarlandhalle. Bild: dpa

Es bleibt spannend: Nach den ersten drei Wahlgängen hat sich noch kein Bewerber um das Intendantenamt beim Saarländischen Rundfunk durchgesetzt. Die Zwischenergebnisse bleiben geheim. Man fragt sich, warum.

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          Die Intendantenwahl beim Saarländischen Rundfunk (SR) hat am Montag nach drei Wahlgängen noch kein abschließendes Ergebnis gebracht und wird deshalb am heutigen Dienstag von 16 Uhr an fortgesetzt. „Egal, welches Ergebnis wir morgen haben: Es sind drei Personen, mit denen ich als Rundfunkratsvorsitzende eine gute Zusammenarbeit für den SR bieten kann“, sagte die Vorsitzende des Rundfunkrats, Gisela Rink, am Montagabend in Saarbrücken. Wie die Stimmverteilung in den Wahlgängen ausfiel, nannte sie auf Nachfrage nicht.

          Um das mächtigste Amt in der ARD-Anstalt im Saarland konkurrieren SR-Chefredakteurin Armgard Müller-Adams, der stellvertretende SR-Programmdirektor Martin Grasmück und ARD-Chefredakteur Rainald Becker.

          Für eine erfolgreiche Wahl hätte einer der Bewerber auf eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen kommen müssen. Die Vorgabe, dass dabei mindestens zwei Drittel der Mitglieder anwesend sein müssen, war erfüllt: Alle 39 Mitglieder des Rundfunkrats waren zur Wahl gekommen.

          Am Dienstag gilt die Zweitdrittel-Hürde bei den Wahlgängen vier bis sechs auch noch. Ab dem siebten Wahlgang und folgenden Wahlgängen reicht dann die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

          Bei der Sitzung hatten sich die Kandidaten vor der Wahl zunächst präsentiert. Danach habe es Fragerunden gegeben, sagte Rink. Es ging demnach darum, wie die Kandidaten den Sender zukunftssicher machen wollten, man habe über Digitalisierung gesprochen - auch vor dem Hintergrund, dass das Saarland einen hohen Anteil an älteren Menschen habe. Weitere Themen: Wie man die Regionalität des Senders bewahren wolle oder auch, wie man in diesem „französischsten Sender in Deutschland“ das Grenzüberschreitende abbilden wolle. Auch Frauenförderung sei ein Thema gewesen.

          Rink betonte auch: „Eines ist bei allen Gesprächen herausgekommen: Wir brauchen, wir suchen jemanden, der diesen Saarländischen Rundfunk in eine gute Zukunft führt und zwar in eine Eigenständigkeit, das ist mir als Rundfunkratsvorsitzende sehr wichtig.“ Die Wahl wird notwendig, weil der seit 2011 amtierende Intendant Thomas Kleist Ende April aufhört. Eigentlich hätte seine Amtszeit noch zwei Jahre gedauert. Er begründete seinen Schritt unter anderem so: Die Zeit sei reif für einen Stabwechsel an die jüngere Generation. Kleist wurde 2011 nach sieben Wahlgängen zum Intendanten gewählt.

          Beim SR arbeiten rund 620 Beschäftigte auf 544 Planstellen sowie knapp 200 freischaffende Mitarbeiter (feste Freie). Der SR zählt mit Radio Bremen zu den kleinsten der neun ARD-Anstalten.

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