https://www.faz.net/-gqz-9r2kl

Medien über Ostdeutschland : Die Stimme des Ostens ist oft recht leise

  • -Aktualisiert am

Dunkle Wolken oder gute Aussichten? Nicht nur beim Blick in den Himmel über Leipzig stellt sich die Frage, wie man gewichtet. Bild: ZB

Die Berichterstattung vieler Medien über Ostdeutschland hat Schlagseite. Das nährt Misstrauen und spielt „Lügenpresse“-Rufern in die Hände. Der MDR stellt sich dem Problem und will auf die gesamte ARD einwirken.

          6 Min.

          Bei der Analyse der jüngsten Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen spielte die Medienberichterstattung über die neuen Länder und die AfD eine wichtige Rolle. In Sachsen hatte im Oktober 2014 Pegida in Dresden den politischen Kampfbegriff von der „Lügenpresse“ skandiert, der inzwischen von der AfD übernommen worden ist.

          Diese Begriffsprägung hat im Osten Spuren hinterlassen: 69 Prozent der Sachsen fühlen sich in der Freiheit ihrer Meinungsäußerung eingeschränkt. Unter AfD-Anhängern sind 98 Prozent dieser Auffassung – und selbst die Grünen-Wähler sehen es zu fünfzig Prozent so. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap hervor.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Sensitivitätslücke? Eine Helferin hält einen Teststab in einem Testzentrum in Hannover

          Zu hohe Erwartungen : Die Enttäuschung mit den Schnelltests

          Schnelltests haben die Erwartungen vieler Bürger und Politiker enttäuscht. Die Tests haben falsche Sicherheit verbreitet. Fachleute kritisieren die „Sensititivitätslücke“.
          In Flensburg zu Hause: Andrea Paluch, Schriftstellerin, Musikerin, Dozentin, Sängerin, geht ihren eigenen Weg.

          Andrea Paluch : Sie geht ihren eigenen Weg

          Andrea Paluch, die Frau von Robert Habeck, hat ein Buch geschrieben. Liest man darin die Zukunft ihres Mannes? Eher nicht – denn Männer sind in dem Buch mit Absicht abwesend.

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.