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Zukunft von ARD und ZDF : „Die Sender haben ein Finanzpolster“

  • -Aktualisiert am

Der Chef der Staatskanzlei in Dresden, Oliver Schenk (CDU) Bild: Picture Alliance

Die Bundesländer erwarten von ARD und ZDF mehr Transparenz und gute Geschäftsführung. Der Dresdner Staatskanzleichef Oliver Schenk sagt, wie es weitergehen soll mit der Senderreform. Ein Interview.

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          Sie haben in Ihrer Reaktion auf die Rede Tom Buhrows im Übersee-Club in Hamburg gesagt, dass diese Ausführungen ein Weckruf seien. Wie sollte das „Aufwachen“ beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk konkret aussehen?

          Die Intendanten müssen sich endlich für den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und nicht nur für ihren eigenen Sender verantwortlich fühlen. Sie müssen sich als Teil des Reformprozesses insgesamt begreifen. Und sie müssen durch tiefgreifende Veränderungen das System so re­formieren, dass es auch 2030 leistungsfähig und in der Bevölkerung akzeptiert ist. Ich sehe durchaus Ansätze für einen be­ginnenden Wandel. Dazu gehören die jüngsten Beschlüsse für einheitliche Compliance-Regeln, Überlegungen für Shared-Service-Einrichtungen wie Beschaffung, IT-Administration, Gehalts- und Reisekostenabrechnung oder die Entwicklung neuer Formate, um verloren gegangene Zielgruppen zurückzugewinnen. Daneben sind aber viele Grundsatzfragen zu Struktur, programmlicher Zusammenarbeit und Verzahnung, über die Grenzen von ARD und ZDF hinweg, noch nicht geklärt. Hier sehe ich weiterhin Handlungsbedarf bei den Verantwortlichen in den Anstalten. Statt sich gegenseitig Konkurrenz zu ma­chen, sollten ARD und ZDF sich durch eine gezielte Aufgabenteilung und -aus­lagerung für den Wettbewerb mit den Plattformen fit machen.

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