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ZDF-Programmchef Himmler im Gespräch : Mafia im Taunus, Morde in München

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„Na, wollen Sie, dass wir Neues vom Affen oder von der Robbe erzählen?“: Norbert Himmler will das nicht Bild: Kretzer, Michael

Das ZDF will Serien machen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Sie spielen in Bayern oder Hessen. Eine soll das deutsche „Breaking Bad“ werden. Doch was hat Bastian Pastewka damit zu tun?

          Wir warten immer noch auf das große neue ZDF-Programm. Zeigt sich das jetzt? Beim Samstagskrimi oder bei der Neuauflage von „Ein Fall für zwei“?

          Es ist gut, dass Ihnen direkt zwei Neuheiten einfallen. Es gibt aber deutlich mehr. Das Gesicht des Samstagskrimis wird sich wandeln. Wir setzen auf junge Ermittler, moderne Erzählweisen und mehr Humor. Das sehen Sie an neuen Reihen wie „Friesland“ oder „München Mord“. Der Erfolg von „Wilsberg“ zeigt, dass Humor ankommt, wenn man die Krimi-Handlung des Films nicht vernachlässigt. Der Samstagskrimi soll zudem durch Tiefgang und subtile Spannung glänzen, weniger durch Action oder die Anzahl an Toten, wie wir es zuletzt bei dem ein oder anderen „Tatort“ im Ersten besichtigen konnten. Ein gutes Beispiel ist die Reihe „Helen Dorn“ mit Anna Loos. Und mit „Kommissarin Heller“ mit Lisa Wagner haben wir eine ganz junge und sehr eigenwillige Ermittlerin neu im Programm.

          Gibt es Vorbilder für Ihren „neuen“ Krimi? Die schweren Stücke aus Skandinavien werden das wohl nicht gerade sein.

          Warum nicht? Vom europäischen Krimi kann man sicher einiges lernen. Bei „Helen Dorn“ finden Sie Anklänge an die nordischen Krimis. Die Kombination aus Schauspielern wie Anna Loos und Matthias Matschke, dem Autor Magnus Vattrodt und dem hervorragenden Regisseur Matti Geschonnek ergibt aber auch ein sehr eigenes facettenreiches, geheimnisvolles und spannungsgeladenes Bild. Mein Ziel ist es, dass unsere fiktionalen Programme die Referenz für den europäischen Markt sind.

          Freitags kommt der „Fall für zwei“. Hätten Sie da nicht mal was Neues machen können? Sie haben mit Antoine Monot jun. und Wanja Mues zwei neue Ermittler, die erfüllen aber das alte Schema – der Anwalt und der Detektiv.

          Wir haben uns entschlossen, dabeizubleiben, weil wir an die Kraft der Marke und dieser Konstellation glauben. Ansonsten sind wir aber auch bereit, traditionsreiche Marken aufzugeben, wenn diese den Zenit überschritten haben. Die Einstellung von „Forsthaus Falkenau“ und „Der Landarzt“, sehr zum Leidwesen vieler Fans übrigens, sind Beispiele dafür. Grundsätzlich müssen wir immer nach dem Neuen und Aufregenden suchen.

          Jetzt die Frage, die schon fast langweilt: Wo bleibt das deutsche „Breaking Bad“, „House of Cards“ oder „Homeland“?

          Alles spannende Serien – wir wollen natürlich Eigenes entwickeln. Wir haben mit „Unsere Mütter, unsere Väter“ gezeigt, dass wir im deutschen Fernsehen ambitioniert erzählen können. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter, zum einen im Segment der Event-Mehrteiler, zum anderen im Bereich der Miniserien, in denen wir komplexe Charaktere und horizontale Geschichten über eine Woche hinweg erzählen möchten, vergleichbar mit dem von Ihnen zitierten „Breaking Bad“.

          Die Drei sieht man im Zweiten jetzt öfter: Marcus Mittermeier (links), Bernadette Heerwagen und Alexander Held sind das Team der neuen Serie „München Mord“. Da stehen sie zunächst auf verlorenem Posten

          „Breaking Bad“ im ZDF? Nun wird es spannend.

          Zum Auftakt des Jahres 2015 wird an vier aufeinanderfolgenden Tagen eine Mini-Serie mit dem Titel „Morgen hör’ ich auf“ zu sehen sein. Bastian Pastewka spielt darin einen arbeitslosen Graphiker, der seine Fertigkeiten nutzt, um seine Familie durchzubringen: In seinem Reihenhaus druckt er nämlich Falschgeld. Eines Tages steht dann die Mafia vor seiner Tür. Die Serie spielt übrigens im Taunus.

          Bastian Pastewka als Walter White im Taunus? Das klingt nach Comedy.

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