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ZDF-Programmchef Himmler im Gespräch : Mafia im Taunus, Morde in München

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Themenwechsel: Wie steht es um die Comedy?

Die „heute show“ prägt das Image des ZDF. Doch wir wollen uns nicht auf diesem Erfolg ausruhen. Wir entwickeln drei neue Comedy-Programme, unter anderem für die Sommerpause der „heute show“: „Ohne Garantie“, eine Panel-Show zu Verbraucherthemen. Das zweite Format trägt den Arbeitstitel „Quaken hat kein Echo“ und ist eine Wissenschaftspanelcomedy. Hier geht es um faszinierendes und verblüffendes Wissen. Die dritte ist eher politisch angehaucht und heißt „Vier sind das Volk“ mit Wigald Boning, Bernhard Hoëcker, Sebastian Pufpaff und Philip Simon. Die vier treten im alten Wasserwerk in Bonn auf und üben sich zu politischen Themen in Improvisation. Das zeigen wir schon im April.

Was machen die Sitcoms?

Wir arbeiten an der zweiten Staffel von „Lerchenberg“ mit Sascha Hehn, Eva Löbau und vielen prominenten Überraschungsgästen. Daneben drehen wir eine politische Workplace-Sitcom mit Autor Stefan Stuckmann und sind in den letzten Zügen der Bucharbeiten für „Ellerbeck“, eine Sitcom mit Cordula Stratmann um eine plötzlich zur Bürgermeisterin gewählte Kindergärtnerin, sowie für „Alles nach Plan“, die das Schicksal eines alleinlebenden Vaters beschreibt, dessen wilde Tochter plötzlich bei ihm einzieht und sein Leben aus der Bahn wirft. Diese zwei Projekte drehen wir im Sommer.

Weniger witzig dürfte es für Sie bei den großen Shows sein. „Wetten, dass..?“ mit Markus Lanz läuft immer schlechter. Ist es mit der großen Show vorbei?

Wenn Sie den Vergleich zu früheren Zeiten nehmen, sehen die Zuschauerzahlen nicht gut aus. Wenn ich aber auf das Show-Programm der Konkurrenz schaue, relativiert sich der Blick: 5,8 Millionen Zuschauer für „Wetten, dass ..?“, drei Millionen für die Konkurrenz am Samstagabend bei RTL. Alle tun sich zurzeit schwer. Jenseits von „Wetten, dass..?“ suchen wir deshalb weiter nach neuen Formaten, die zu unserem öffentlich-rechtlichen Profil passen. Das beste Beispiel ist Christian Rach und seine neue Sendung „Rach tischt auf“. Mehr Information in einer Unterhaltungssendung geht nicht. Und das sehr praxisnah und anschaulich.

Fehlt noch das Vorabendprogramm.

Hier kann ich zwei neue Serien ankündigen: zwei Familienserien/Arztserien. In „Dr.Klein“ spielt Christine Urspruch eine Kinderärztin „auf Augenhöhe“ mit ihren Patienten, während ihr zu Hause die eigenen Kinder buchstäblich über den Kopf wachsen. Und: „Sibel und Max“, hier geht es um eine multikulturelle Großstadtpraxis, die eine alleinerziehende türkische Ärztin mit einem verwitweten deutschen Arzt zusammenbringt.

Klingt nach „Türkisch für Anfänger“ im Wartezimmer und erzwungener Konzeptkunst: Es wird alles hineingepackt, was an Themen gerade im Schwange ist.

Na, wollen Sie, dass wir Neues vom Affen oder von der Robbe erzählen? Aber richtig, das Schlimmste wären konstruierte Geschichten vom Reißbrett. Nein, in unseren Familienserien möchten wir modern und lebensnah erzählen. Dazu gehören auch die genannten, auf den ersten Blick ungewöhnlichen, sicher aber nicht realitätsfernen Geschichten. Die Konzepte haben sich in einem großen Wettbewerb durchgesetzt. Ich freue mich sehr auf die ersten Resultate, die den Weg der Modernisierung am Vorabend, den wir mit „Heldt“ und den „Herzensbrechern“ begonnen haben, fortführen.

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