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Früherer „heute journal“-Moderator : ZDF-Journalist Ruprecht Eser gestorben

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Arbeitete 37 Jahre lang für das ZDF: Ruprecht Eser. Bild: ZDF/Jürgen Detmers

Er war Korrespondent in London, Redaktionschef, als Moderator des „heute journal“ wurde er ein prägendes Gesicht des Senders. Nun ist der frühere ZDF-Journalist Ruprecht Eser im Alter von 79 Jahren gestorben.

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          Der frühere Korrespondent und langjährige Moderator des „heute journal“ im ZDF, Ruprecht Eser, ist am heutigen Freitag im Alter von 79 Jahren gestorben. Eser, am 6. Januar 1943 in Lutherstadt Wittenberg geboren, floh mit seiner Familie noch vor dem Mauerbau aus der DDR nach West-Berlin. Er studierte an der Freien Universität Berlin Publizistik, Politologie und Soziologie. 1967 wurde der Redakteur beim German Service der BBC, 1970 ging er zum ZDF, für das er insgesamt 37 Jahre lang arbeitete.

          Von 1985 an war er Moderator, später auch Redaktionsleiter des „heute journal“ und wurde zu einem prägenden Gesicht des Senders. Die Zeit der Wende 1989/1990 zu begleiten, sagte Eser einmal, sei ein Höhepunkt seines journalistischen Lebens gewesen.

          1993 kehrte er nach einem einjährigen Intermezzo beim Privatsender Vox zum ZDF zurück und präsentierte die Talkshow „halb 12 – Eser und Gäste“. 2004 wurde er Studioleiter in London.

          Als „Vollblutjournalisten und hartnäckigen Interviewer, der jahrzehntelang die politische Berichterstattung des ZDF prägte, zumal während der deutschen Wendejahre“, würdigt ihn die ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten. Eser, von dem sie selbst viel gelernt habe, bleibe „Vorbild für kritischen und fairen Journalismus“.

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