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Neuer ZDF-Intendant : Was nun, Norbert Himmler?

Norbert Himmler bei seiner Bewerbungsrede zur Intendantenwahl am vergangenen Freitag in der Rheingoldhalle in Mainz. Bild: dpa

Der Programmdirektor des ZDF wird Intendant. Was erwartet ihn im Sender? Was dürfen wir von ihm erwarten? Ein paar Vorschläge zur Güte des Senders auf dem Mainzer Lerchenberg.

          6 Min.

          Das war knapp. Ein „lucky punch“, würde man im Sport sagen. Bis kurz vor Schluss sah es nicht nach einem Erfolg aus, das Scheitern schien unausweichlich, da – machte die Kontrahentin einen Knicks, trat zurück, und Norbert Himmler wurde mit 57 von sechzig Stimmen vom Fernsehrat des ZDF zum neuen Intendanten des Senders gewählt. Dass sich bei dieser Scharade im dritten Wahlgang 25 Fernsehräte anders entschieden als im zweiten, wo auf die Gegenkandidatin vom ARD-Hauptstadtstudio, Tina Hassel, 28 Stimmen entfielen, ist nur denen nicht aufgefallen, die glaubten, einem Akt noch nie dagewesener Rundfunkdemokratie beigewohnt zu haben. Nun tritt der jetzige ZDF-Programmdirektor Himmler im kommenden März das Amt des Intendanten an. Was findet er da vor, und was hat er zu tun?

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Himmler tritt an die Spitze des Reichweitenmeisters der deutschen Fernsehsender. Das ZDF kam 2020 auf einen Zuschauermarktanteil von 13,6 Prozent, die ARD landete bei 11,3 Prozent, RTL lag als führender Privatsender abgeschlagen auf dem dritten Platz mit 8,1 Prozent.

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