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Kritik an ZDF-Dokudrama : Klarstellungen der Kanzlerin, Vorwürfe aus Ungarn

Heike Reichenwallner als Bundeskanzlerin Bild: ZDF und Hans-Joachim Pfeiffer

Das ZDF-Dokudrama über Angela Merkel und die Flüchtlinge sorgt für Kritik. Der Kanzlerin selbst mangelt es an Detailgenauigkeit. Ungarns Botschafter sieht massive Fehler und wendet sich an den Intendanten. Was sagt der Sender?

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          Das Dokudrama „Stunden der Entscheidung: Angela Merkel und die Flüchtlinge“, das am vergangenen Mittwoch im ZDF lief und erkennbar darauf angelegt war, die Entscheidung Angela Merkels am 4. September 2015, die in Ungarn losgezogenen Flüchtlinge über die Grenze zu lassen, als Tat von historischem Rang auszuweisen, hat nicht jedem gefallen.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Der Kanzlerin selbst zum Beispiel habe, wie der „Spiegel“ phantastischerweise herausgefunden hat, missfallen, dass es so aussehe, als ob sie sich von ihrer Büroleiterin Kaffee einschenken lasse, dabei teile sie diesen doch selbst aus. Und überhaupt gehe es nicht an, dass die inszenierten Szenen den Eindruck vermittelten, so und nicht anders sei es gewesen, schon die Sitzordnung im Besprechungszimmer stimme nicht. Abgesehen davon nehme die Kanzlerin des Öfteren gern eine Tasse Tee statt Kaffee.

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