„Sponsoring“ über 600.000 Euro :
TV-Journalist Hubert Seipel erhielt Geld von Putin-Vertrautem

Lesezeit: 3 Min.
Mit persönlicher Widmung: Hubert Seipel übergibt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sein Buch „Putin: Innenansichten der Macht“. Das Bild wurde am 7. Juni 2016 in Moskau aufgenommen.
Mit seiner Putin-freundlichen Berichterstattung über Russland ist der Journalist und Buchautor Hubert Seipel schon manchen aufgefallen. Jetzt kommt heraus: Er erhielt von einem Putin-Intimus 600.000 Euro.

Der deutsche TV-Journalist und Buchautor Hubert Seipel hat von einem russischen Oligarchen und Vertrauten des Kremlchefs Wladimir Putin für Buchprojekte Sponsorengelder über 600.000 Euro erhalten. Das berichten Rechercheure des „Cyprus Confidential“-Projekts, bei dem 270 Journalisten von 69 Medienhäusern geleakte Daten aus Zypern ausgewertet haben. Zu der Recherchegruppe zählen Journalisten des ZDF und des „Spiegel“, die von dem Fall berichten. Ihnen liegt der Vertrag vor, den Seipel schloss. Er habe, so heißt es, den Vertrag bestätigt. Seine journalistische Unabhängigkeit sehe er dadurch nicht beeinträchtigt.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.