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Beweise für Völkermord : Lüge und Wahrheit über Russlands Vernichtungskrieg

In der Nähe des Dorfes Myrotske im Bezirk von Butscha bergen Ermittler die Leichen von sieben Zivilisten, die von russischen Soldaten gefoltert und ermordet wurden. Bild: Future Publishing via Getty Imag

Wer immer noch „rational“ über den völkermörderischen Angriff von Putins Truppen auf die Ukraine diskutieren will, muss den „Guardian“ lesen. Auch ein Storytelling der Amerikaner hilft weiter.

          5 Min.

          Die amerikanische Regierung erzählt uns eine Geschichte. Sie wählt eine moderne Form des digitalen Journalismus – ein „Storytelling“. Dieses vermittelt Informationen und Bewertungen in Form einer Geschichte. Das können Fragen und Antworten sein oder These und Gegenthese. In diesem Fall, den der amerikanische Außenminister Antony Blinken auf Twitter annonciert, geht es um Lüge und Wahrheit. Um die Lügen, die Putins Propaganda über den Vernichtungskrieg in der Ukraine erzählt und die Wahrheit der völkermörderischen Grausamkeiten, welche die russische Armee an Ukrainerinnen und Ukrainern begeht.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Neun Lügen zählen die Amerikaner auf. Die erste lautet: „Seit acht Jahren schützt Russland das Leben und die Gesundheit von Zivilisten in der Ukraine.“ Die Antwort darauf: „Von seiner ersten Invasion in der Ukraine im Jahr 2014 bis zu seiner umfassenden Invasion im Jahr 2022 hat Russland genau die humanitäre Krise inszeniert, die es zu lindern behauptet.“ Und 14.000 Tote, schreibt die amerikanische Regierung, sowie „1,4 Millionen registrierte Binnenvertriebene“ habe Russland mit seiner am 24. Februar begonnenen Invasion in der Ukraine auf dem Gewissen. 6,5 Millionen Ukrainer seien in Nachbarländer geflohen.

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