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Krieg gegen die Ukraine : Wie Russlands Cyberangriff begann

1. März, Kiew: Nach einem Raketenangriff steht der Fernsehturm in der ukrainischen Hauptstadt in Flammen. Berichten zufolge starben bei dem Angriff mindestens fünf Menschen. Bild: Reuters

Am 24. Februar gab Wladimir Putin seinen Truppen den Befehl, die Ukraine zu überfallen. Im Internet setzten die Attacken schon früher ein. Sie gehen noch über die Ukraine hinaus.

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          Schon am ersten Tag ihres Angriffs auf die Ukraine hatte die russische Armee vor, den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dessen Familie zu ermorden oder zu verhaften. Und sie hätte, wie wir der Reportage von Simon Shuster im „Time“-Magazin entnehmen, ihr Ziel fast erreicht. Zweimal hätten russische Soldaten versucht, in das Präsidialamt in der Bankova-Straße in Kiew einzudringen, in dem sich Selenskyj mit seiner Frau, der siebzehnjährigen Tochter und dem neun Jahre alten Sohn befand.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Die Leibwache des Präsidenten habe das Gebäude verbarrikadiert und Schutzwesten und Waffen verteilt. Der Angriff wurde zurückgeschlagen. Danach drehte Selenskyj sein berühmtes Video vor dem Präsidentenpalast und sagte ins Mi­krofon, nach seinen Informationen „hat mich der Feind zum Ziel Nr. 1 erklärt, meine Familie zum Ziel Nr. 2“. Wie nah ihm der Feind kam, wissen wir jetzt. Ein Angebot der USA, sich evakuieren zu lassen, lehnte Selenskyj ab. Er brauche Waffen, keine Mitfahrgelegenheit, sagte er.

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