https://www.faz.net/-gqz-ads7l
 

Weltraumschrott : Wer kümmert sich um den Müll im All?

  • -Aktualisiert am

Eine saubere Milchstraße über Fehmarn Bild: dpa

Es ist wirklich Zeit, die Erde zu verlassen. Die Herren Branson, Bezos und Musk machen es möglich. Und haben doch etwas vergessen.

          1 Min.

          Endlich wieder gute Nachrichten. Es ist hier, auf unserer alten Erde, ziemlich ungemütlich geworden. Verfolgt von Viren, Spritzen, Teststäbchen, Psychodruck und dergleichen mehr, können wir unseren Gewohnheiten nicht mehr sorglos nachgehen. Nun aber öffnet sich der Weltraum, ja es entwickelt sich eine Demokratisierung des Weltraums, wie der Ex-Astronaut und Professor für Weltraumsysteme Reinhold Ewald im Deutschlandfunk sagte. Richard Branson, nicht nur Milliardär, sondern auch Klima-Aktivist, hat es als Erster zu einem sphärischen Vergnügungsflug geschafft.

          Die Herren Jeff Bezos und Elon Musk, beide ebenfalls nicht unbetucht, werden folgen und dann bald wir. Es ist hier, auf der Erde, einfach zu eng, zu dreckig, zu gefährlich. Was uns dort oben erwartet, ist ein cleaner Urlaub im All. Und wenn unser Geld ausreicht, kann man auf dem Mars oder dem Mond sicher auch ein Urlaubshäuschen, eine schöne gemütliche Kapsel mit Blick auf die verrottete Erde einrichten. Literatur, Reiseführer und Filme gibt es ja schon lange zuhauf. Nein, das neue Urlaubsziel ist nun kein Traum mehr und Science-Fiction als Gattung obsolet.

          Zum Glück hat nun auch das Weltraumkommando der Bundeswehr/Luftwaffe seinen Dienst aufgenommen. Zu seinen Aufgaben gehört vor allem auch die Beobachtung von Weltraumschrott. Da fliegt einfach zu viel herum, was gefährlich werden, einander in die Quere oder auf die Erde stürzen könnte. Hoffen wir also, dass vor unserem All-Urlaub ordentlich aufgeräumt wird. Nicht dass wir dann dort oben das gleiche Dilemma erleben wie hier unten und uns lauter Amazon-Kartons die Sicht versperren.

          Weitere Themen

          Drei deutsche Kurstädte ausgezeichnet Video-Seite öffnen

          Unesco-Welterbe : Drei deutsche Kurstädte ausgezeichnet

          Die deutschen Kurstädte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen sind in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen worden – neben Kurstädten in weiteren Ländern Europas. Auch die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt schaffte es neu auf die Liste.

          Das Geheimnis des Giftopfers

          Dokumentar-Oper in Stuttgart : Das Geheimnis des Giftopfers

          Sergej Newski hat eine Dokumentar-Oper über Selbstzeugnisse Homosexueller in der frühen Sowjetunion geschrieben, auf der Grundlage von sensationellen Briefen an den Psychiater Wladimir Bechterew. Jetzt wurde das Stück in Stuttgart uraufgeführt.

          Topmeldungen

          Einsatz in Kirli: Feuerwehrleute versuchen ein Feuer in der türkischen Provinz Antalya unter Kontrolle zu bringen.

          Brände in Türkei und Italien : Heftige Feuer im Mittelmeerraum

          In der Türkei und in Italien brennen die Wälder. Schuld sind womöglich Brandstifter. Eine seit Anfang der Woche andauernde Hitzewelle in Griechenland geht indes auf ihren Höhepunkt zu – mit Temperaturen von bis zu 45 Grad.
          Markus Söder im Landtag, im Vordergrund Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Rednerpult

          Testpflicht und Impfregime : Söders Sorgen

          Die Testpflicht ist das Eingeständnis von Bund und Ländern, dass ihre Strategie nicht aufgegangen ist. Die Impfmüdigkeit ist zu groß. Der Grund: Eigensinn und Politiker wie Hubert Aiwanger.

          Aufruhr im Schwimmen : Zurück im Doping-Sumpf

          Ryan Murphy wird von Jewgeni Rylow geschlagen. Der Amerikaner spricht im Anschluss von einem Rennen, das „wahrscheinlich nicht sauber“ war – und wird vom Olympischen Komitee Russlands als Verlierer verhöhnt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.