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Kulturkahlschlag im Rundfunk : Mobbing gegen Bildungsbürger

Von hier geht der nächste Kulturkahlschlag im Radio aus: das Funkhaus des WDR in Köln. Bild: dpa

Ton der schnoddrigen Inkompetenz: Wie im Hörfunk von WDR und RBB „Empfehlungen“ zufolge künftig über Kultur geredet werden soll, ist alarmierend.

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          In den Kulturprogrammen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gärt es. Gabriele Riedle, seit dreißig Jahren Stammhörerin von RBB Kultur, legte vor wenigen Wochen in der „taz“ dar, warum sie jetzt abschalte: Klassische Musik sei zum Ausnahmefall geworden zwischen lauter Softpopkitsch und Neoklassikgesäusel, und die Sprache in ihrer übergriffigen Inkompetenz sei nicht mehr zu ertragen: „Während vor Urzeiten nur die ans Mikrofon durften, die etwas von dem verstanden, wovon sie sprachen, gibt es längst ,Moderatoren‘, die alles wegmoderieren, was anfällt, und ihre Ahnungslosigkeit gekonnt mit Phrasen, Stereotypen, Klischees unterfüttern.“

          Jan Brachmann
          Redakteur im Feuilleton.

          Er zahle ungern Rundfunkbeiträge für seine Unterforderung, gab auch der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum kürzlich zu Protokoll. Bezogen auf Medienberichte zum Hörfunkprogramm von WDR 3, warnte Baum im Interview für den Evangelischen Pressedienst vor einem „Weichspülen“ des Kulturauftrags: „Es wird versucht, Hörer zu binden, indem man die Qualität senkt. Das ist hochgefährlich.“

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