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Nemi El-Hassan und der WDR : Pausenfüller

Valerie Weber im November 2013 in Köln Bild: dpa

Die Programmdirektorin des WDR will die Debatte um die Moderatorin Nemi El-Hassan offenbar aussitzen. Doch so einfach ist das nicht.

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          Valerie Weber möchte auf die „Pausetaste“ drücken. Eine Pause will die Programmdirektorin des Westdeutschen Rundfunks einlegen in der Debatte um die geplante Anstellung der Journalistin Nemi El-Hassan als Moderatorin des Wissenschaftsmagazins „Quarks“. „Hinter den Kulissen“, schreibt Weber an ihre Mitarbeiter, „sind wir mit der Kollegin weiter im direkten Austausch. Mein Fazit: Wir werden für die Zusammenarbeit jetzt erst mal die Pausetaste drücken, solange jede wissenschaftliche Arbeit für Quarks derart politisiert wird. Im neuen Jahr werden wir uns dann mit ihr über die mögliche Zusammenarbeit als Autorin abstimmen.“

          So sieht das aus, beim WDR, „hinter den Kulissen“: Während die Öffentlichkeit diskutiert, ob die frühere Teilnahme El-Hassans am Al-Quds-Marsch in Berlin, der Besuch der „Blauen Moschee“ in Hamburg und diverse Meinungsäußerungen im Internet antisemitisch sind oder nicht, und trotz deutlicher Distanzierung der Journalistin einer Anstellung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk entgegenstehen, drückt die Programmchefin die „Pausetaste“.

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