https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wdr-und-nemi-el-hassan-aussitzen-der-debatte-17600178.html

Nemi El-Hassan und der WDR : Pausenfüller

Valerie Weber im November 2013 in Köln Bild: dpa

Die Programmdirektorin des WDR will die Debatte um die Moderatorin Nemi El-Hassan offenbar aussitzen. Doch so einfach ist das nicht.

          2 Min.

          Valerie Weber möchte auf die „Pausetaste“ drücken. Eine Pause will die Programmdirektorin des Westdeutschen Rundfunks einlegen in der Debatte um die geplante Anstellung der Journalistin Nemi El-Hassan als Moderatorin des Wissenschaftsmagazins „Quarks“. „Hinter den Kulissen“, schreibt Weber an ihre Mitarbeiter, „sind wir mit der Kollegin weiter im direkten Austausch. Mein Fazit: Wir werden für die Zusammenarbeit jetzt erst mal die Pausetaste drücken, solange jede wissenschaftliche Arbeit für Quarks derart politisiert wird. Im neuen Jahr werden wir uns dann mit ihr über die mögliche Zusammenarbeit als Autorin abstimmen.“

          So sieht das aus, beim WDR, „hinter den Kulissen“: Während die Öffentlichkeit diskutiert, ob die frühere Teilnahme El-Hassans am Al-Quds-Marsch in Berlin, der Besuch der „Blauen Moschee“ in Hamburg und diverse Meinungsäußerungen im Internet antisemitisch sind oder nicht, und trotz deutlicher Distanzierung der Journalistin einer Anstellung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk entgegenstehen, drückt die Programmchefin die „Pausetaste“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Energiekrise : So sparen Sie mit der Gaspreisbremse

          Endlich wird klarer, wie der Ausgleich der Energiekosten wirklich funktioniert. Dabei zeigt sich: Den Verbrauchern öffnen sich überraschende Wege, um Geld zu sparen.
          Rekruten im November 2022 bei einem öffentlichen Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin.

          Lambrechts Versagen : Die Armee ist immer noch blank

          Die Bundeswehr steht heute noch schlechter da als vor dem Ukrainekrieg. Ihre Munitionsreserven würden im Kriegsfall für zwei Tage reichen. Will SPD-Ministerin Lambrecht überhaupt kampfstarke Streitkräfte?