WDR-Rundfunkrat :
Auf Kurs Richtung Sturm

Von Oliver Jungen
Lesezeit: 5 Min.
Satiriker Jean-Philipp Kindler
Stunksitzung in Köln: Auf der 646. Sitzung des WDR-Rundfunkrats wurde ungewöhnlich grundsätzlicher Unmut laut. Intendant Tom Buhrow sieht sich auf dem richtigen Weg.

Das Hauen und Stechen, wie es insbesondere von den Blättern des Springer-Konzerns erwartet wurde („Krisen-Sitzung“, „Machtkampf“), ist ausgeblieben auf der 646. Sitzung des WDR-Rundfunkrats. Der Altmeister des kritischen Dialogs, der FDP-Politiker Gerhart Baum, der für den Kulturrat NRW im Rundfunkrat sitzt, könnte mit einer Wortmeldung gleich zum Eingang der Sitzung im Stiftersaal des Wallraff-Richartz-Museums für diesen kultivierten Verlauf gesorgt haben. Er erwarte keinen „Machtkampf“, sagte Baum, aber man habe durchaus einen „Kampf zu bestehen“: „zwischen denen, die das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem reformieren und verteidigen“ wollten, und jenen, die auf Kahlschlag abzielten. Es sei dringend nötig, eine „Vorwärtsstrategie“ zu entwickeln, die an die jüngsten Beschlüsse der Rundfunkkommission vom 20. Januar anschließe, um sich, salopp gesagt, nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

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