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Was hat Trump gegen Acosta? : Mr. President, ich habe da noch eine Frage

  • -Aktualisiert am

Jim Acosta im Weißen Haus Bild: DOUG MILLS/The New York Times/Re

Donald Trump hat den Reporter Jim Acosta aus dem Weißen Haus verbannen lassen. Kann das der Präsident überhaupt? Er muss dafür schwerwiegende Gründe haben. CNN klagt dagegen, aus Prinzip.

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          Das direkte Gespräch führte vor aller Augen zum Eklat, nun wird der Rechtsweg beschritten: Der amerikanische Nachrichtensender CNN will erreichen, dass sein Reporter Jim Acosta wieder Zugang zum Weißen Haus bekommt und hat Klage gegen die Regierung Trump eingereicht. Per einstweiliger Verfügung will der Sender durchsetzen, dass Acosta seine Akkreditierung erhält und die vorläufige Suspendierung sofort endet. Diesen Schritt, so CNN, gehe man nicht nur im eigenen Interesse, sondern im Namen der Pressefreiheit. Nähme man „die Maßnahmen des Weißen Hauses“ hin, „könnte dies einen gefährlichen Abschreckungseffekt für jeden Journalisten haben, der über unsere gewählten Amtspersonen berichtet“.

          Dass Donald Trump sich in der Pressekonferenz, in der er Acosta beschimpfte, wie ein Autokrat aufführte, steht außer Zweifel. Die Frage ist aber, ob der Präsident eine Presseakkreditierung für die Berichterstattung aus dem Weißen Haus überhaupt zurückziehen kann. Eigentlich nicht. Denn akkreditiert werden die Journalisten im Pressepool des Weißen Hauses nicht von Regierungsmitarbeitern, sondern von Kollegen.

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