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Lisa Eckhart : Sie ist von Kopf bis Fuß aufs Böse eingestellt

Geht‘s den Juden mal wieder nur ums Geld? Lisa Eckhart bei einer Aufführung ihres Programms „Die Vorteile des Lasters“ in Osnabrück. Bild: Picture-Alliance

Lisa Eckhart gilt als Hoffnung des Kabaretts. Sie gibt auf der Bühne den eiskalten Engel, doch ihre Witze sind oft bloß menschenfeindlich.

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          Kabarettisten können auf der Bühne verschiedene Haltungen einnehmen. Sie können ungläubig staunen angesichts der Komplexität der Welt oder in der Manier Dieter Hildebrandts ernsthaft aufklärerisch wirken. Sie können Rollen annehmen und die veränderte Sichtweise produktiv nutzen wie etwa Georg Schramm mit seinen Kunstfiguren Oberstleutnant Sanftleben oder Nörgelrentner Lothar Dombrowski, oder durch ihr grundsympathisches Wesen das Publikum für sich einnehmen wie Hazel Brugger, die immer ein wenig wirkt wie die verpeilte, aber supernette Mitbewohnerin, der man nicht böse sein kann, obwohl die Küche schon wieder aussieht wie Hund. Lisa Eckhart hingegen weiß alles, hat alles verstanden und lacht auf uns Nichtswürdige herab, was ihr den Ruf eingetragen hat, bitterböse und intelligent zu sein und sich nicht um Tabus zu scheren.

          Andrea Diener
          (dien), Feuilleton

          Lisa Eckhart heißt eigentlich Lisa Lasselsberger, wurde 1991 oder 1992 im österreichischen Leoben geboren und ist Kabarettistin. Außerdem ist sie auf der Bühne eine ziemlich auffällige Erscheinung mit platinblondem bis grau gefärbtem, zu Betonwellen fixiertem Haar, starkem, perfekt aufgemaltem Make-up und knapper, etwas zu ostentativ extravaganter Kleidung. Der Autor der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ leitete ein Porträt über Eckhart mit einer ausführlichen Beschreibung der textilen Gegebenheiten ein, unter ebenfalls sorgfältiger Betrachtung der unverdeckten Teile, und das sind etliche. Wer Lisa Eckhart einmal gesehen hat, der erinnert sich an sie. Gelegenheiten, sie zu sehen, gibt es zurzeit viele, sie wird als österreichische Kabarettnachwuchshoffnung durch die öffentlich-rechtlichen Sender gereicht und üppig mit Preisen bedacht. In diesem Sommer erscheint ihr Roman „Omama“ beim Hanser-Imprint Zsolnay.

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