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Deutscher Computerspielpreis : Das ist schon abenteuerlich

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Dorf-Idylle und eine Spur Mystery: „Trüberbrook“ ist ein modernes Adventure mit ganz klassischer Spielmechanik. Die Szenenbilder beruhen überwiegend auf Miniaturmodellen. Bild: dpa

Zeigen, klicken und gewinnen: Bei der Verleihung des deutschen Computerspielpreises in Berlin werden in diesem Jahr vor allem Adventure-Titel ausgezeichnet.

          Westdeutsche Provinz, ein verschlafenes Nest in den Bergen, Heimatidyll in den sechziger Jahren – ist das der Boden für ein auszeichnungswürdiges Computerspiel im Jahr 2019? Ja, befand die Jury des Deutschen Computerspielpreises und verlieh dem Adventure-Titel „Trüberbrook“ (Bildundtonfabrik) am Dienstag den mit 110.000 Euro dotierten Preis für das „beste deutsche Spiel“. Das Spiel, dessen Figuren unter anderen von Nora Tschirner, Dirk von Lotzow und Jan Böhmermann gesprochen werden und in dem sich der Quantenphysiker Hans Tannhauser auf die Spuren eines „protogermanischen Kults“ begibt, überzeugte durch Humor, die erzählerische und optische Gestaltung. „Trüberbrook“ erhielt auch den Preis für die beste Inszenierung (40.000 Euro).

          Als „bestes Kinderspiel“ (75.000 Euro) wurde das auch für den Schulunterricht konzipierte Comic-Lernspiel „Laika“ (Mad About Pandas) ausgezeichnet, in dem Hundedetektiv Arthur den Dieb des „goldenen Knochens“ jagt. „Bestes Jugendspiel“ (75.000 Euro) wurde mit „Unforseen Incidents“ (Blackwoods Entertainment/Application Systems) ebenfalls ein Adventure im Comic-Stil. Hier muss der Hobbytüftler Harper Pendrell eine sinistre Verschwörung aufdecken.

          130.000 Euro fließen in diesem Jahr in die Nachwuchsförderung. In der Kategorie „Nachwuchspreis – Konzept“ wurden die besten Spieleentwürfe prämiert. Den ersten Platz (35.000 Euro) belegte das Team der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) für eine Ausarbeitung zum geplanten Prohibitions-VR-Adventure „Elizabeth“, Platz zwei (15.000 Euro) teilen sich ein weiteres Team der HTW für den Entwurf zum Spiel „AnotherWhere“, in dem der Spieler einen Weg durch eine von Maschinen bevölkerte Geisterstadt finden muss, und ein Team der Hochschule der Medien Stuttgart für ihre Idee zum musikalischen Rätselspiel „Sonority“. Mit dem Nachwuchspreis für den besten „Prototyp“ (35.000 Euro) wurde „A Juggler’s Tale“ (Filmakademie Baden-Württemberg) ausgezeichnet. Platz zwei (15.000 Euro) teilen sich hier „Meander Book“ (HTW Berlin) und „Orbital Bullet“ (SRH Hochschule Heidelberg).

          Als „bestes Serious Game“ (40.000 Euro) wurde das futuristische Überwachungsadventure „State of Mind“ (Daedalic Entertainment) ausgezeichnet. „Bestes Mobiles Spiel“ wurde das Plattform-Spiel „see/saw“ (Kamibox). Den Preis für das „beste Gamedesign“ (40.000 Euro) erhielt der VR-Shooter „Tower Tag“ (VR-Nerds). Als „beste Innovation“ (40.000 Euro) wurde das Steuergerät „Bcon“ (CapLab) ausgezeichnet, mit dem man Spiele durch Bewegungssensoren steuern kann. Es soll vor allem Menschen mit Behinderungen ermöglichen, Videospiele zu spielen.

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