Volksabstimmung :
Auch die Schweiz hat nun Zwangsgebühren

Lesezeit: 3 Min.
Das knappste Ergebnis, das je bei einer Volksabstimmung erzielt worden ist: Die Schweiz hat nun auch eine Zwangsabgabe für die Mediennutzung.
Ein Sieg mit 50,08 Prozent: TV-Gebühren spalten die Schweiz. Noch nie ist eine Abstimmung so knapp ausgefallen – ein Pyrrhussieg für die Öffentlich-Rechtlichen.

Es ging keineswegs um die Radio- und Fernsehgebühren in der Schweiz, die die höchsten in ganz Europa sind. Sie werden mehr oder weniger widerwillig bezahlt, die Organisation, die sie einzieht, ist nicht besonders beliebt. Aber die Eidgenossen wissen, dass ihr Land für private Programme doch eher klein ist und auch die Minderheiten Anspruch auf eine gute Versorgung haben. Vorschläge, die Gebühren generell abzuschaffen, gab es – und sie hatten nie irgendeine Chance auf Erfolg.

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