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Veronica Ferres spielt Angela Merkel : Das ist mehr als eine kleine Staatsaffäre

Gleichen sich nicht wie ein Ei dem anderen? Angela Merkel und Veronica Ferres (rechts) Bild: AFP

Veronica Ferres wird im Herbst als Kanzlerin in der Sat.1-Produktion „Staatsaffäre“ zu sehen sein. Das deutsch-französische Verhältnis erhält dabei eine ganze neue Bedeutung, denn die Entente beider Länder macht vor dem Privatleben nicht halt.

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          Sat.1 hatte schon eine Kanzlerdarstellerin erster Güte. In der Polit-Satire „Der Minister“ spielte Katharina Thalbach im vergangenen Jahr als Angela Murkel (nicht Merkel, war aber so gemeint) zwar eine Nebenrolle, diese aber derart pointiert und hintersinnig, dass wir dachten: Da hat sie alle fein in die Tasche gesteckt, daraus sollte mehr werden. Wird es auch, allerdings unter anderen Vorzeichen und mit einer anderen prominenten Besetzung.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Bei der Programmvorstellung von Pro Sieben Sat.1 wurde es am Mittwochabend in Hamburg verkündet: Im Herbst zeigt Sat.1 den Film „Staatsaffäre“, der das eher Undenkbare buchstabiert – die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Präsident gehen eine besonders enge entente cordiale, sprich private Liaison, ein. Den Präsidenten spielt der in Frankreich bekannte Philippe Caroit. Und die Kanzlerin spielt – Veronica Ferres.

          Auf Katharina Thalbach setzt Sat.1 derweil bei einem anderen Stück. Sie spielt mit Annette Frier in dem Film mit dem Arbeitstitel „Die Schlikkerfrauen“. Es geht um den Erhalt von Arbeitsplätzen, um diese wird mit allen Mitteln gekämpft, der Chef (Sky DuMont) bekommt das zu spüren. Tom Beck spielt in einem Krimi einen Professor, der eher widerwillig für die Polizei arbeiten muss.

          Alexandra Neldel und Hannes Jaenicke werden in „Einsatz ohne Grenzen“ als Ärzte einer Hilfsorganisation in einem Katastrophengebiet unterwegs sein. Die Serie „Danni Lowinski“ geht mit Annette Frier in der Hauptrolle in die fünfte und letzte Staffel. Ob es mit Henning Baums „Letztem Bullen“ nicht doch weitergeht, ist angeblich offen. Mit der eigenproduzierten und eigentlich beendeten Serie war Sat.1 beim Publikum so erfolgreich wie mit keiner zweiten.

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