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Medienunternehmen : Verleger Dieter von Holtzbrinck zieht sich zurück

  • Aktualisiert am

Verleger Dieter von Holtzbrinck bei einer Konferenz in Stuttgart Bild: dpa

Er freut sich auf seine Zukunft als „nicht operativer Verleger“: Dieter von Holtzbrinck gibt seinen Posten als Aufsichtsratschef ab. Zu den Zeitungen seiner Holding gehören „Handelsblatt“, „Zeit“ und „Tagesspiegel“.

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          Verleger Dieter von Holtzbrinck gibt den Posten als Aufsichtsratschef seiner DvH Medien GmbH mit seinem 75. Geburtstag am 29. September an den Medienunternehmer Michael Grabner ab. Das teilte die Gesellschaft am Wochenende in Stuttgart mit. Der 67 Jahre alte
          Grabner war bisher stellvertretender Vorsitzender des Kontrollgremiums. Seinen Posten soll künftig der österreichische Verleger Eugen Russ übernehmen.

          Die 2009 von Holtzbrinck gegründete DvH Medien GmbH ist die Holding-Gesellschaft für die Verlagsgruppen „Handelsblatt“ (Düsseldorf), „Tagesspiegel“ (Berlin) und die DvH Ventures GmbH (Köln). Hinzu kommt eine 50-prozentige Beteiligung am „Zeit“-Verlag (Hamburg).

          „Mit bestem Gewissen“

          „Die drei Verlage mit ihren großen Titeln sind in einer so ausgezeichneten Verfassung, dass ich mit bestem Gewissen die Nachfolgeregelung in Kraft setze“, erklärte von Holtzbrinck laut Mitteilung. Er freue sich auf seine künftige Rolle „als nicht operativer Verleger“. Dieter von Holtzbrinck ist einer der einflussreichsten Verleger im Land und gehört zu den reichsten Deutschen. Öffentliche Auftritte meidet er.

          Dieter von Holtzbrinck wurde 1970 Geschäftsführer des „Handelsblatt“-Verlags und 1974 Mitglied der Geschäftsführung der von seinem Vater gegründeten Holding-Gesellschaft „Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH“, die inzwischen „Holtzbrinck Publishing Group“ heißt. Von 1980 bis 2001 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Gruppe, die nun von seinem jüngeren Bruder Stefan geleitet wird.

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