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Verkaufsstart in Deutschland : Vergebliches Warten auf „Charlie“

  • Aktualisiert am

Die jüngste Ausgabe von „Charlie Hebdo“ Bild: AFP

Seit dem Morgen ist „Charlie Hebdo“ zumindest theoretisch auch in Deutschland zu haben. Es gibt aber nur wenige Exemplare. Am Berliner Hauptbahnhof standen am Morgen 100 Menschen Schlange. Nur zwei hatten Glück.

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          Die erste Ausgabe des französischen Magazins „Charlie Hebdo“ nach dem Terroranschlag von Paris ist seit Samstagmorgen auch in Deutschland im Handel. Vor einer Buchhandlung im Berliner Hauptbahnhof warteten gegen fünf Uhr etwa 100 Menschen, um bei Ladenöffnung ein Heft zu kaufen. Doch lediglich die ersten beiden hatten Glück: das Geschäft bekam nur zwei Exemplare ausgeliefert. Im gesamten Hauptbahnhof gab es einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur zufolge 14 Hefte.

          Laut dem Medienkonzern Gruner + Jahr hätten ursprünglich 10.000 Hefte nach Deutschland geliefert werden sollen. Weil die Nachfrage in Frankreich so groß war, wurde die Stückzahl aber auf 5000 reduziert. In Frankreich war die Ausgabe vergangenen Mittwoch erschienen.

          Die Redaktion des Magazins war vor gut eineinhalb Wochen Ziel eines Anschlags. Zwölf Menschen kamen ums Leben, der Großteil davon Mitarbeiter der Zeitschrift. Teils sehr derbe frühere Mohammed-Karikaturen von „Charlie Hebdo“ gelten als Hintergrund des Angriffs mutmaßlicher islamistischer Terroristen. Nach den Glaubensvorstellungen von Muslimen sollen weder Gott noch Mohammed bildlich dargestellt werden. Das Titelbild der jüngsten Ausgabe zeigt erneut eine Zeichnung Mohammeds. In mehreren muslimischen Ländern hatte dies nach den Freitagsgebeten zu Protesten geführt.

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