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Fast alle Medien gegen Trump : Amerikas Presse wählt blau

  • -Aktualisiert am

Donald Trump und Joe Biden beim Fernsehduell. Bild: Reuters

Die meisten amerikanischen Zeitungen empfehlen ihren Lesern, wen sie zum Präsidenten wählen sollen. Das Votum fällt eindeutig aus. Ein „Gegengift“ zu Donald Trumps Charakterzügen wird empfohlen.

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          In Amerika gibt es eine seltsame Tradition: Ausgerechnet die Presse stellt sich in den Wochen vor der Präsidentenwahl hinter den einen oder den anderen Kandidaten. In diesem Jahr ist die Presselandschaft fast geschlossen blau: Außer der „New York Post“, dem „Las Vegas Review-Journal“ und drei kleineren Lokalzeitungen aus Arkansas, Colorado und Oregon, die Trump als Präsidenten für die kommenden vier Jahre empfehlen, haben sich die amerikanischen Tageszeitungen bislang geschlossen hinter Joe Biden gestellt. Die „Dallas Morning News“ entschloss sich ebenso wie die „Denver Post“ und die Blätter des Verlags McClatchy, in diesem Jahr keinen der Kandidaten gutzuheißen; andere wie das „Wall Street Journal“, die „Pioneer Press“ aus St. Paul in Minnesota oder das „Atlanta Journal – Constitution“ empfehlen prinzipiell keinen Kandidaten.

          Die Tradition politischer Empfehlungen für die Leserschaft reicht zurück bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. 1859 kaufte sich Abraham Lincoln bei einer deutschsprachigen Zeitung – dem „Illinois Staats-Anzeiger“ – ein, um sich dessen öffentliche Zustimmung für die Wahl von 1860 zu sichern. Ebenfalls seit 1860 stellt sich die „New York Times“ hinter einen Kandidaten; sie sprach sich damals für Lincoln aus, der die Wahl gewinnen sollte.

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