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Malta entscheidet : Kommission untersucht Mord an Journalistin Daphne Caruana Galizia

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Wer waren die Hintermänner?: Denkmal für die getötete maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia Bild: dpa

Maltas Regierung hat eine Untersuchung zum Mord an Daphne Caruana Galizia veranlasst. Die Enthüllungsjournalistin war im Oktober 2017 durch eine Autobombe getötet worden. Kritiker sagen: Die Drahtzieher wurden nicht ermittelt.

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          Knapp zwei Jahre nach dem Mordanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia hat die Regierung eine öffentliche Untersuchung angeordnet. Eine unabhängige Kommission unter Leitung des emeritierten Richters Michael Mallia solle das Verbrechen untersuchen, teilte die Regierung mit. Ein Ergebnis soll innerhalb von neun Monaten vorgelegt werden.

          Die Investigativjournalistin Galizia wurde am 16. Oktober 2017 durch eine Autobombe getötet. Sie hatte unter anderem über Korruption und Geldwäsche berichtet. Drei Männer wurden wegen Mordes vor Gericht gestellt. Kritiker und auch die Familie Galizias werfen den maltesischen Behörden jedoch vor, nur halbherzig ermittelt und die wahren Drahtzieher des Anschlags unbehelligt gelassen zu haben.

          „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) begrüßte die Erklärung der maltesischen Regierung. „Die Anordnung einer öffentlichen Untersuchung ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit für den Mord an Daphne Caruana Galizia“, erklärte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin.

          Er kündigte an, die Organisation werde kritisch beobachten, ob die Kommission wirklich unabhängig und unparteiisch arbeite. „Wir werden die maltesische Regierung an ihre Verpflichtungen erinnern, bis der Mord an Daphne Caruana Galizia restlos aufgeklärt ist und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden“, betonte er. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ steht Malta auf Platz 77 von 180 Staaten.

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