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Unsicheres iPhone : Die NSA wusste früh von Apples Problem

  • -Aktualisiert am

Seit September 2012 verschlüsselte das iPhone keine Onlineverbindungen korrekt. Die NSA wusste offenbar seit Oktober 2012 davon. Bild: dpa

Dass die NSA schon kurz nach Auftreten der schweren Sicherheitslücke auch iPhones im Spionageprogramm „Prism“ führte, beschäftigt die Apple-Fanboys. Was ein Zufall sein kann, gibt auch Verschwörungstheoretikern Nahrung.

          Es könnte „nur ein Zufall“ sein. Apple zählt für gewöhnlich zu den beliebtesten Marken der Welt. Am Wochenende sah sich der Konzern aber selbst von seinen erklärten Fanboys scharfer Kritik ausgesetzt. Der Journalist John Gruber, der seit Jahren per Blog und Podcast die Apple-Euphorie nährt, formulierte einen Verdacht: Es sei auffällig, schrieb er, dass Apples Betriebssysteme für Computer und Smartphones seit September 2012 eine schwerwiegende Sicherheitslücke für alle als sicher geltenden Onlineverbindungen gehabt habe, wo doch Edward Snowden zeigte, dass Apple im Oktober 2012 dem NSA-Abhörprogramm „Prism“ hinzugefügt worden sei.

          „Diese Fakten beweisen nichts“, schrieb Gruber, „aber der Schuh passt.“ Wahrscheinlich, meint Gruber damit, wusste die NSA von der Sicherheitslücke und hat sie genutzt. Eine Komplizenschaft ließe sich Apple ohnehin kaum nachweisen, schreibt Gruber. Sollte die NSA die Sicherheitslücke initiiert haben, hätte sie – aber das sei eine Verschwörungstheorie – ohnehin nicht die Unternehmensleitung, sondern einzelne Mitarbeiter dafür angesprochen.

          Kritik an der Informationspolitik von Apple

          Bereits am Freitag sah sich Apple scharfer Kritik ausgesetzt. Denn das Unternehmen veröffentlichte die Meldung über die schwerwiegende Sicherheitslücke samt Sicherheitsupdate für das iPhone ausgerechnet zur Feierabendzeit vor dem Wochenende. Die möglichen Folgen des mehrere Monate bestehenden Sicherheitsproblems gelten unter Experten als gravierend. Durch einen winzigen Programmierfehler überprüfte die Software als sicher geltende Onlineverbindungen nicht. Zwar wurde die SSL-Kommunikation der Geräte verschlüsselt, doch konnten alle Verbindungen, beispielsweise zu Online-Banking-Servern, Social-Media-Diensten oder Firmennetzen, eingesehen und manipuliert werden.

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