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Umstrittener TV-Beitrag : Saarbrücken leidet

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Der „Spiegel TV“-Beitrag „Saarbrooklyn“ verstößt nach Ansicht der Niedersächsischen Landesmedienanstalt nicht gegen den Rundfunkstaatsvertrag. Bild: RTL

Der RTL-Beitrag "Saarbrooklyn" hat in der Stadt Saarbrücken die Gemüter erhitzt. Ein Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften liegt laut Niedersächsischer Landesmedienanstalt allerdings nicht vor.

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          Ein umstrittener „Spiegel TV“-Beitrag über soziale Probleme in Saarbrücken verstößt nach Ansicht der Medienaufsicht nicht gegen gesetzliche Vorschriften. „,Saarbrooklyn‘: Der Randbezirk der Gesellschaft“ entspreche den anerkannten journalistischen Grundsätzen und halte gesetzliche Ausgewogenheitsanforderungen ein, befand die Niedersächsische Landesmedienanstalt. Die Versammlung der Anstalt habe keinen Verstoß gegen Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrags festgestellt. Unter anderem die Stadt Saarbrücken hatte sich über den am 15. Juli bei RTL gesendeten Beitrag beschwert, in dem „Spiegel TV“ Armut und Drogenprobleme thematisiert hatte. Die scheidende Oberbürgermeisterin von Saarbrücken, Charlotte Britz (SPD), hatte kritisiert, die Medien seien nicht „zur Darstellung von Halbwahrheiten, einseitiger und verzerrter Berichterstattung berechtigt“. Auch gehöre sich bei einer „Berichterstattung über Missstände mit Blick auf staatliche Zuständigkeiten eine Gelegenheit zu deren Äußerung und Bewertung“. Die Versammlung der Medienanstalt erklärte, es gebe kein umfassendes Neutralitätsgebot, welches es der „Spiegel TV“-Produktionsfirma dctp untersage, Probleme unter einem bestimmten Blickwinkel zu schildern.

           

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