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Nico Hofmann im Gespräch : Jeder braucht heute Bilder, die bewegen

Im Herbst bei Amazon und dann erst bei RTL: Die Serie „Deutschland86“ mit Jonas Nay und Maria Schrader gibt ein Beispiel für die Produktionsweisen der Zukunft. Bild: Still Photography by Anika Molná

In Köln zeigen die Privatfernsehmacher bei den „Screenforce Days“, welches Programm sie in petto haben. Nach Ansicht des Ufa-Chefs Nico Hofmann sind alle im Aufbruch. Oder fürchten sie nur Netflix?

          5 Min.

          Es heißt, die Fernsehbranche sei im Aufbruch, weil es neue Spieler auf dem Markt gibt, weil Netflix und Amazon da sind, weil Sky investiert und weil öffentlich-rechtliche Sender mit neuen Partnern arbeiten – die ARD etwa mit Sky bei „Babylon Berlin“. Ist das ein Aufbruch?

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Das empfinde ich definitiv so. Begonnen hat es vor etwa vier, fünf Jahren, mit einer großen Internationalisierung. Es fing an mit „Unsere Mütter, unsere Väter“, für uns bei der Ufa folgte „Deutschland83“, Sie sehen es bei Serien wie „Babylon Berlin“ von Sky und der ARD oder „Dark“ von Netflix, „Bad Banks“ beim ZDF und „4 Blocks“ bei TNT. Das Fernsehen, insbesondere die Serie, ist kreativer und weltoffener geworden. Und dabei geht es nicht nur um das klassische Fernsehen als Abspielweg und Streaming, sondern, wie bei uns im Ufa Lab zum Beispiel, um crossmediale Projekte, für die wir mit Verlagshäusern zusammenarbeiten. Jeder braucht heute Bewegtbild, da fügt sich vieles zusammen. Es ist schon fast eine gewisse Goldgräberstimmung, aber auch eine große Herausforderung.

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