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Verschwörungstheoretiker : Twitter sperrt persönlichen Account von Alex Jones

  • Aktualisiert am

Alex Jones im April 2017 bei der Ankunft in einem Gericht in Austin, Texas Bild: AP

Bei Apple, Facebook, Spotify und Youtube ist der rechtsgerichtete Radiomoderator und Internetseiten-Betreiber wegen Hassreden bereits gesperrt. Jetzt hat auch Twitter reagiert – auf ein Video.

          Twitter hat Medienberichten zufolge den persönlichen Account des ultrarechten amerikanischen Verschwörungstheoretikers Alex Jones für eine Woche gesperrt. Der Kurzbotschaftendienst habe gehandelt, nachdem Jones ein Video veröffentlicht hatte, in dem es hieß: „Jetzt ist die Zeit, gegen den Feind loszuschlagen, bevor sie etwas unter falscher Flagge tun“, berichtete der Sender CNN in der Nacht zum Mittwoch.

          Wörtlich ist in dem Video von „false flag“ die Rede, womit eine inszenierte Aktion gemeint ist, für die die Verantwortung dem Gegner in die Schuhe geschoben wird. Darin werde ein Aufruf zur Anstachelung zur Gewalt gesehen, hieß es bei CNN. Der Twitter-Zugang für Jones' Internetseite „Infowars“ war nicht betroffen.

          Der rechtsgerichtete Radiomoderator und Internetseiten-Betreiber ist auch bei Apple, Facebook, Spotify und Youtube wegen Hassreden gesperrt. In der vergangenen Woche hatte Twitter-Chef Jack Dorsey Kritik auf sich gezogen, weil er die Entscheidung seines Unternehmens verteidigt hatte, Jones auf dem Kurzbotschaftendienst vorerst nicht zu blockieren. Damals begründete Dorsey die Entscheidung damit, dass Jones „nicht gegen unsere Regeln verstoßen“ habe.

          Der 44 Jahre alte Texaner Jones betreibt die Internetseite „Infowars“, auf der er zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet: Er behauptet unter anderem, dass die amerikanische Regierung in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt wäre und dass das Schulattentat an der Sandy-Hook-Schule 2012 vorgetäuscht worden wäre, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen. Im Wahlkampf 2016 unterstützte Jones den heutigen Präsidenten Donald Trump.

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